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Dokumentation

Stellungnahme zur persönlichen Erklärung von Dr. Michael Diener

28.01.2016

Michael Diener hat in seiner heutigen persönlichen Erklärung bedauert, dass durch seine Äußerungen in der Presse „in der pietistisch-evangelikalen Welt tiefgehende Verwerfungen und Irritationen entstanden“ sind. Es ist sehr zu respektieren, dass er die Menschen, die das „als unangemessene, öffentliche Kritik“ verstanden hätten, um Entschuldigung bittet. Ich bin mit Michael Diener der Meinung, „dass wir die notwendigen inhaltlichen Diskussionen, gerade auch zu Hermeneutik und Sexualethik“ führen müssen. Ich begrüße, dass das „in den kommenden Wochen auch in der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz geschehen“ wird. Dass diese Diskussion „sachorientiert“ geführt wird, halte ich für selbstverständlich. Es liegt allerdings in der Natur der Sache, dass inhaltliche Positionen von Personen vertreten werden und man sich mit ihnen auseinandersetzen muss.Ich bekam heute vom Generalsekretär der DEA die Mitteilung: „Wir haben gestern im Geschäftsführenden Vorstand natürlich intensiv über die entstandene Lage geredet. Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass wir die Sachlage in Ruhe und ausführlich in der Sitzung des Hauptvorstandes miteinander besprechen müssen. Dort gehört das hin. Es erscheint uns nicht sinnvoll, mit ständigen Zwischenerklärungen die öffentlichen Debatten am Kochen zu halten. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, auch jetzt nach der Geschäftsführenden Vorstandssitzung keine weitere öffentliche Erklärung abzugeben, außer der, dass das im März besprochen wird.“Nun hat Dr. Michael Diener als Präses des Evangelischen Gnadauer Verbandes und als der Vorsitzende der DEA doch eine Persönliche Erklärung abgegeben. Darin geht er auch auf die an ihm geäußerte Kritik inhaltlich ein: „Weiter betone ich, dass ich zu keinem Zeitpunkt eine ‚subjektivistische oder die Wahrheit der Heiligen Schrift relativierende‘ Bibelauslegung vertreten habe.“ Hat er das jetzt nur als Person und nicht als Vorsitzender der DEA gesagt, die doch keine Zwischenerklärungen abgeben will. Genau diese Unklarheiten schaffen die Irritationen.Nun hoffen wir auf die klärenden Stellungnahmen der Mitgliederversammlung des Gnadauer Verbandes und des Hauptvorstandes der DEA. Als „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ haben wir auch um gemeinsame Gespräche gebeten.28.1.2016, Ulrich Parzany (Kassel), Vorsitzender des „Netzwerkes Bibel und Bekenntnis“

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