Gesellschaft

Muslime sollen Christinnen heiraten, um den Islam zu stärken

Lesezeit: 2 min

Barcelona (idea) – In der spanischen Metropole Barcelona haben Unbekannte Hunderte Plakate aufgehängt, auf denen muslimische Männer aufgefordert werden, einheimische christliche Frauen zu heiraten. Anschließend sollten sie ihnen klarmachen, dass der Islam die einzig wahre Religion sei. Auf diese Weise trügen sie zur Ausbreitung des Islams bei. Das berichtet die spanische Zeitung „La Gaceta“. Weiter heißt es auf den Plakaten, dass es Muslimen erlaubt sei, „ehrliche und keusche Frauen“ zu heiraten, die der „Religion des Buches“ angehören – gemeint ist hier das Christentum, obwohl auch das Judentum und der Islam als Buchreligionen gelten. Zwar hätten sie die Traditionen „verzerrt“, seien für die Ehe aber dennoch geeignet. Laut dem islamischen Gesetz seien die Kinder aus einer solchen Beziehung Muslime und würden „unsere Gemeinschaft weiter stärken“.

Einige Muslime sehen aufgrund der spanischen Geschichte ein „Rückkehrrecht“

Die Plakate wurden im Stadtteil El Raval aufgehängt, einem Viertel, in dem etwa die Hälfte der Einwohner Migranten sind. Einige muslimische Gruppen nehmen für sich ein „Rückkehrrecht“ in Anspruch aufgrund der spanischen Geschichte. Zwischen 711 und 1492 hatten Muslime zeitweise weite Teile Spaniens beherrscht. Einige islamistische Gruppen machen dem Bericht zufolge keinen Hehl daraus, dass sie eine Wiederherstellung dieser Verhältnisse anstreben. In Spanien verliert die römisch-katholische Kirche laut dem jüngsten „Bericht zum religiösen Pluralismus“ an Mitgliedern. Bezeichneten sich 2006 noch 77 Prozent der Bürger als katholisch, so waren es Ende vergangenen Jahres 69 Prozent. Evangelische Gemeinden hingegen erleben – wenn auch auf niedrigerem Niveau – ein deutliches Wachstum. Sie sind derzeit die am schnellsten wachsende Konfession im Land. Laut Statistik gibt es gegenwärtig 3.910 evangelische Kirchengemeinden; deren Mitglieder machen 0,3 Prozent der rund 46 Millionen Einwohner aus. Zum Vergleich: Muslime verfügen derzeit über 1.508 registrierte Gottesdienstorte, gefolgt von den Zeugen Jehovas (650), den Orthodoxen (197), Buddhisten (155), Mormonen (119), Baha‘i und Juden (36).

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