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Mehrere evangelische Kampagnen laden zu Fastenaktionen ein

13.02.2021

Viele Christen verzichten in der Fastenzeit auf das eine oder andere. Foto: pixabay.com
Viele Christen verzichten in der Fastenzeit auf das eine oder andere. Foto: pixabay.com

Wetzlar (IDEA) – Mehrere evangelische Kampagnen laden auch in diesem Jahr wieder zu Fastenaktionen ein. Sie starten am Aschermittwoch (17. Februar) und dauern bis zum Ostersonntag (4. April).

Als größte protestantische Kampagne gilt „7 Wochen ohne“. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden“. Dazu ist ein Fastenkalender erhältlich. Die Aktion will nach eigenen Angaben den Umgang mit Regeln erkunden und zum Nachdenken über das Miteinander anregen.

Am 21. Februar überträgt das ZDF um 9.00 Uhr live den Eröffnungsgottesdienst zu der Aktion aus der Johannesgemeinde in Eltville-Erbach. Viele Gemeinden bieten in der Fastenzeit Gottesdienste und Andachten an.

„7 Wochen anders leben“ und die Aktion „wandeln“

Gleich zwei Angebote macht der ökumenische Hamburger Verein „Andere Zeiten“.

Bei der Briefaktion „7 Wochen anders leben“ erhalten die Teilnehmer wöchentlich einen persönlich gestalteten Brief, der beim individuellen Fastenvorhaben unterstützen soll. Enthalten sind etwa Erfahrungsberichte, Gedichte oder Karikaturen und eine biblische Geschichte. Eine Broschüre liefert Informationen, Geschichten und Tipps rund um das Fasten.

Die Aktion „wandeln“ will mit „Wegzehrung in Form von stärkenden und inspirierenden Gedichten, Geschichten, Gedanken und Anregungen“ durch die 48 Tage der Fastenzeit begleiten. In einem „Fastenforum“ können sich die Teilnehmer über ihre Erfahrungen austauschen. Ein Fastengottesdienst wird coronabedingt aufgezeichnet und am 17. Februar auf dem YouTube-Kanal des Vereins eingestellt.

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche ruft auf zu „7 Wochen mit“

Aus dem Amt für Gemeindedienst der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) stammt die Aktion „7 Wochen mit“. Sie lädt zum Innehalten ein, um „der Besinnung auf das Leiden und Sterben Jesu Christi mit der Bedeutung für das menschliche Leben Raum zu geben“.

Dafür stellt das Amt im Internet Lieder, Gebete, Bibellesungen und Andachten zur Verfügung, die sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppen genutzt werden können. Das Text- und Liederheft eignet sich den Angaben zufolge in dieser Zeit der coronabedingen Einschränkungen auch zur Verteilung an einzelne Personen und Familien und ermöglicht Hausandachten.

Die Aktion ist ausdrücklich ökumenisch ausgerichtet.

Fasten für Klimaschutz und -gerechtigkeit

Die Aktion „Klimafasten“ will Anregungen geben, wie es gelingt, langfristig gerechter und ressourcenschonender zu leben und orientiert sich dabei an den UN-Nachhaltigkeitszielen. Hinter der Initiative stehen vier katholische (Erz-)Bistümer sowie elf Landeskirchen.

Die Fastenbroschüre „Soviel du brauchst…“ bietet wöchentliche Impulse für einen klimafreundlicheren Lebensstil. Die Teilnehmer beschäftigen sich in den sieben Wochen mit Themen wie Energie sparen, vegetarischer Ernährung, der Nutzung digitaler Medien oder dem „Wasserfußabdruck“.

Im Internet stehen eine Veranstaltungsübersicht sowie zusätzliche Informationen und Tipps bereit.

Aktion „Autofasten“ fällt aus

Die Aktion „Autofasten“ findet hingegen in diesem Jahr nicht statt. Im Vorjahr hatten unter anderen die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, die Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Hessen-Nassau, die Bistümer Trier, Mainz und Fulda sowie das Erzbistum Köln in Kooperation mit regionalen Verkehrsverbünden dazu aufgerufen. Mit der Aktion sollte dazu ermutigt werden, während der sieben Wochen auf das Fahrrad, Busse und Bahnen umzusteigen oder zu Fuß zu gehen.

Wie es auf der Internetseite der Aktion heißt, hatten sich mehrere Kirchen und Bistümer aufgrund der coronabedingten finanziellen Unwägbarkeiten entweder ganz zurückgezogen und ihre Unterstützung gekürzt. Aber auch wenn es jetzt keine Materialien, keine Registrierung und keine Vernetzung gebe, so könne jeder für sich persönlich entscheiden, in den Wochen vor Ostern sein Auto stehen zu lassen.

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