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Lage: Klage gegen Gottesdienstverbot erfolgreich

12.04.2021

Die katholische Kirchengemeinde St. Michael in Lage hat erfolgreich gegen das Verbot von Präsenzgottesdiensten in der Stadt geklagt. Symbolbild: pixabay.com
Die katholische Kirchengemeinde St. Michael in Lage hat erfolgreich gegen das Verbot von Präsenzgottesdiensten in der Stadt geklagt. Symbolbild: pixabay.com

Lage (IDEA) – Die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Lage hat vor dem Verwaltungsgericht Minden erfolgreich gegen das Verbot von Präsenzgottesdiensten in der Stadt geklagt. Das erklärte die Pressedezernentin des Gerichts, Amrei Stocksmeyer, gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Hintergrund: Der Stadtrat hatte am 26. März ein generelles Verbot aller Präsenzgottesdienste bis zum 18. April beschlossen. Anlass war eine hohe Zahl von positiven Corona-Testergebnissen bei Mitgliedern der freikirchlichen Evangeliums-Christen Baptistengemeinde Lage (ECBG). Von den rund 1.100 Gemeindemitgliedern waren über 320 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dadurch stieg die Zahl der positiven Tests pro 100.000 Einwohner (Inzidenzwert) in der Stadt zeitweise auf 811.

Laut dem Beschluss des Verwaltungsgerichts war das Verbot im Fall der katholischen Gemeinde unverhältnismäßig, weil sie ein weitreichendes Hygienekonzept vorgelegt habe, erklärte Stocksmeyer. Darin sei unter anderem vorgesehen, dass Gottesdienstbesucher einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen müssen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Bei dem Gerichtsbeschluss handele es sich um eine Einzelfallentscheidung. Einen ähnlichen Antrag einer freikirchlichen Gemeinde aus Lage habe das Gericht abgelehnt, weil sie ein weniger strenges Hygienekonzept vorgelegt habe.

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