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Menschenrechte

Islamisten töten 50 Christen

17.05.2016

Die Täter sind den Berichten zufolge Anhänger der Terrorgruppe „Muslim Defense International“. Foto: picture-alliance/Yannik Tylle
Die Täter sind den Berichten zufolge Anhänger der Terrorgruppe „Muslim Defense International“. Foto: picture-alliance/Yannik Tylle

Kinshasa (idea) – In der Demokratischen Republik Kongo häufen sich die Übergriffe militanter Muslime auf Christen. Einem Bericht des christlichen Fernsehsenders CBN zufolge ermordeten Islamisten allein im Mai bisher 50 Christen im Osten des Landes. In der Nacht auf den 5. Mai drangen sie in ein Dorf nahe der Ortschaft Eringeti (Provinz Nord-Kivu) ein und schnitten 34 Bewohnern die Kehlen durch; unter den Opfern waren acht Frauen und vier Kinder. Zwei Tage darauf töteten sie in einem anderen Ort 13 Menschen, darunter zwei Mitglieder der Missionsorganisation „Church on the Rock“ (Kirche auf dem Felsen). Sie schloss daraufhin vorübergehend ihre Schulen und Einrichtungen. Die Täter sind den Berichten zufolge Anhänger der Terrorgruppe „Muslim Defense International“ (Muslimische Abwehr International), die im Kongo seit 20 Jahren aktiv ist. Seit 2014 verübt sie verstärkt Anschläge auf Christen; mindestens 500 fielen ihnen seitdem zum Opfer. Von den rund 70 Millionen Einwohnern des zentralafrikanischen Landes sind 50 Prozent Katholiken, 20 Prozent Protestanten und zehn Prozent Muslime. Präsident Joseph Kabila regiert das Land seit 2001. Weil er mehrfach oppositionelle Gruppen unterdrückt hat, hat es zahlreiche Unruhen gegeben. Seine Amtszeit läuft im November aus. Laut Verfassung darf er nicht mehr kandidieren. Oppositionsgruppen befürchten aber, dass Kabila trotzdem eine weitere Amtszeit anstreben könnte. Möglich ist, dass er erst eine Volkszählung oder Regionalwahlen abhalten lässt, was die Präsidentschaftswahl um Monate oder gar Jahre verzögern könnte.

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