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Menschenrechte

Irland: Besuchern von Ostergottesdiensten droht Gefängnis

03.04.2021

In Irland bleiben die Kirchen an Ostern leer. Foto: pixabay.com
In Irland bleiben die Kirchen an Ostern leer. Foto: pixabay.com

Dublin (IDEA) – Die christliche Menschenrechtsorganisation ADF International (Allianz zur Verteidigung der Freiheit) hat scharfe Kritik an dem generellen Verbot von öffentlichen Ostergottesdiensten in Irland geübt. Die Regelung sei eindeutig unverhältnismäßig und verstoße gegen die Religionsfreiheit, erklärte der irische Rechtsanwalt und Rechtsberater von ADF International, Lorcan Price, in einer Pressemitteilung.

Hintergrund: In der Republik Irland gilt wegen der Corona-Pandemie seit Oktober 2020 ein allgemeines Verbot öffentlicher Gottesdienste. Nur Beerdigungen und Hochzeiten dürfen unter Auflagen stattfinden. Christen, die ihr Haus verlassen, um an einem anderen Gottesdienst teilzunehmen, müssen mit bis zu sechs Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe rechnen.

Die Entscheidung der irischen Regierung, das Verbot auch über Ostern aufrechtzuerhalten, stehe im Widerspruch zum Vorgehen der Regierungen in ganz Europa, so Price.

In Schottland habe vor kurzem das oberste Zivilgericht eine ähnliche Regelung für rechtswidrig erklärt. Diese Entscheidung bekräftigte, dass jede Einschränkung der Grundfreiheiten notwendig und verhältnismäßig sein müsse. Es gebe aber keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass von Gottesdiensten ein erhöhtes Infektionsrisiko ausgehe.

78 Prozent der 4,8 Millionen Einwohner Irlands sind römisch-katholisch, drei Prozent Anglikaner (Church of Ireland), drei Prozent gehören anderen christlichen Glaubensgemeinschaften an und rund ein Prozent sind Muslime.

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