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In der Corona-Pandemie Aids nicht vergessen

08.04.2021

In Afrika stecken sich nach wie vor viele Menschen mit HIV an. Symbolfoto: pixabay.com
In Afrika stecken sich nach wie vor viele Menschen mit HIV an. Symbolfoto: pixabay.com

Hermannsburg (IDEA) – Das Evangelisch-Lutherische Missionswerk in Niedersachsen (ELM/Hermannsburg bei Celle) hat dazu aufgerufen, auch während der Corona-Pandemie die Immunschwächekrankheit Aids nicht aus den Augen zu verlieren. Anlass für den Aufruf war der Weltgesundheitstag am 7. April.

Hohe HIV-Infektionsrate unter 15- bis 24-Jährigen

Das Werk verweist auf ein Projekt in Äthiopien. Dort arbeite die Mekane-Yesus-Kirche im Bereich der Aidsprävention: In der Region Biftu, einem Zentrum des Kaffeeanbaus und Goldbergbaus, sollen Bildungsangebote und ein gutes soziales Umfeld geschaffen werden.

Die Referentin des Missionswerkes für die ökumenische Zusammenarbeit mit Äthiopien, Gabriele De Bona, äußerte, dass in der Region die Menschen unter armseligen Bedingungen lebten und die Prostitution enorm zugenommen habe.

Die HIV-Infektionsrate sei in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen nun am höchsten. De Bona: „Viele Menschen haben eine geringe Bildung, sind ohne familiäre Bindung und sind zu jung, als dass sie sich des Zusammenhangs ihre eigenen Verhaltens auf ihre Gesundheit bewusst sein könnten.“ Wie viele Menschen infiziert seien, wisse niemand. Die Menschen könnten sich eine ärztliche Untersuchung nicht leisten.

So wie Jesus auf die Ärmsten und Schwächsten zugegangen sei, gehe das ELM mit den Partnern der Mekane-Yesus-Kirche auf die Menschen in Not zu: „Keiner soll vergessen sein.“

Mekane-Yesus-Kirche gehört zu den größten evangelischen Kirchen des Landes

Von den rund 112 Millionen Einwohnern Äthiopiens sind 62,8 Prozent Christen – davon 43,5 Prozent Äthiopisch-Orthodoxe, 18,6 Prozent Protestanten und 0,7 Prozent Katholiken. Die Muslime stellen 34 Prozent, Anhänger traditioneller Religionen 2,6 Prozent und die Übrigen, etwa Atheisten, 0,6 Prozent. Mit über zehn Millionen Mitgliedern gehört die lutherische Mekane-Yesus-Kirche zu den größten evangelischen Kirchen des Landes.

Das Evangelisch-Lutherische Missionswerk in Niedersachsen ist 1977 aus dem von Pastor Ludwig Harms (1808–1865) gegründeten Missionshaus in Hermannsburg (Lüneburger Heide) hervorgegangen.

Heute wird es mit seinen rund 100 Mitarbeitern von den Landeskirchen Hannover, Braunschweig und Schaumburg-Lippe getragen.

Es arbeitet im partnerschaftlichen Verbund mit 19 Kirchen in 17 außereuropäischen Ländern und engagiert sich im Austausch von Theologen und Entwicklungsfachkräften zwischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika.

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