Menschenrechte

Gottesdienste erinnern an drei ermordete Christen

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Die Witwe von Tilmann Geske, Susanne Geske (dritte v. l.), steht mit Gottesdienstbesuchern am Grab ihres Mannes Tilmann. Foto: Bonner Querschnitte
Die Witwe von Tilmann Geske, Susanne Geske (dritte v. l.), steht mit Gottesdienstbesuchern am Grab ihres Mannes Tilmann. Foto: Bonner Querschnitte

Istanbul/Malatya (idea) – In der Türkei haben Christen mit Gottesdiensten an die Ermordung dreier Glaubensgeschwister vor zehn Jahren in Malatya erinnert. Am 18. April 2007 hatten muslimische Extremisten den deutschen evangelikalen Theologen Tilmann Geske sowie die einheimischen Christen Ugur Yüksel und Necati Aydin umgebracht. Die beiden Türken arbeiteten im christlichen Zirve-Verlag. Die Täter hatten ihre Opfer gefesselt, gefoltert und ihnen die Kehlen durchgeschnitten. Die Polizei nahm die damals 19- bzw. 20-jährigen Männer noch am Tatort fest. Sie gaben religiös-nationalistische Motive für ihre Bluttat an. Im September 2016 verurteilte ein Gericht in der osttürkischen Stadt die fünf Hauptangeklagten zu jeweils dreimal lebenslanger Haft.

Witwe: Die vielen Gebete haben geholfen

Bei einem zentralen Gedenkgottesdienst in Istanbul am 17. April dankte die Witwe von Tilmann Geske, Susanne Geske, für alle Gebete und alle Unterstützung in den zurückliegenden zehn Jahren: „Wir im Osten des Landes haben kaum realisiert, wie groß die Familie der Christen in der Türkei doch ist.“ Besonders die Gemeinden in Diyarbakir und Ankara hätten ihrer Familie und der kleinen Gemeinde in Malatya sehr geholfen. Am 18. April, dem Jahrestag der Ermordung, fanden zudem Gottesdienste in Izmir und Malatya statt. Die Türkei hat rund 79 Millionen Einwohner, von denen 99 Prozent Muslime sind. Nur 0,2 Prozent (160.000) sind Christen.

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