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Evangelisches Seniorenwerk: Altenheimbesuche freigeben!

30.03.2021

Trotz Impfungen müssen Altenheimbewohner weiter auf Besucher verzichten. Symbolfoto: pixabay.com
Trotz Impfungen müssen Altenheimbewohner weiter auf Besucher verzichten. Symbolfoto: pixabay.com

Bischofsheim (IDEA) – Kritik an den „rigiden“ Besuchseinschränkungen und -verboten in vielen Alten- und Pflegeheimen übt der Vorsitzende des Evangelischen Seniorenwerkes (ESW), Fritz Schroth (Bischofsheim/Rhön). Seine Forderung: Heimbewohner und Patienten in Kliniken sollen von ihren negativ auf das Coronavirus getesteten Angehörigen und Freunden wieder besucht werden können. „Zwischenzeitlich ist bekannt, dass isoliert lebende alte Menschen keine Infektionen weitergeben“, so Schroth. Vielmehr werde das Virus von außen in die Einrichtungen getragen. Testungen von Personal und Besuchern dämmten die Gefährdungen jedoch ein.

Das ESW fordert eine „Abkehr vom „einseitigen, virologisch angst-besetzten Schutzprinzip“. Wie Schroth weiter erklärte, haben Christen weniger Angst, dafür mehr Vertrauen. Zum Glauben gehörten auch Liebe und Hoffnung: „Sie eröffnen Ausblick und Freiheit.“ Doch an dem „Zwangs-Schutz der Isolation und der Hygiene-Schranken“ gehen ihm zufolge „unsere alten Mitmenschen ein wie Blumen ohne Regen oder Kreaturen ohne Nahrung“. Sehr wohl brauche es den Schutz vor einer Infektion, doch hätten Menschen auch soziale und geistliche Bedürfnisse, die ihr Leben menschlich gestalten.

Schroth leitet auch das Evangelische Seniorenwerk in Bayern. Derzeit gelten in Senioren- und Pflegeeinrichtungen regional unterschiedliche Einschränkungen.

Den Bund-Länder-Beschlüssen vom 22. März zufolge können zwei Wochen nach der Zweitimpfung in Alten- und Pflegeheimen die Besuchsmöglichkeiten wieder ausgeweitet werden, wenn es keine Corona-Ausbrüche gibt. Auch wohnbereichsübergreifende Gruppenangebote sind dann wieder zulässig. Eine Differenzierung zwischen geimpften und ungeimpften Heimbewohnern erfolgt danach bei den Maßnahmen nicht.

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