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Menschenrechte

EKD ruft zum Gebet für verfolgte Christen in Indien auf

27.11.2020

Die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber. Foto: EKiR/Uwe Schinkel
Die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber. Foto: EKiR/Uwe Schinkel

Hannover (idea) – Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat zum Gebet für verfolgte Christen in Indien aufgerufen. Ihre Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber (Hannover) erklärte am 26. November: „Wir sind sehr besorgt angesichts der Bestrebungen radikaler hindunationalistischer Gruppen, Indien zu einem Land zu machen, das Hindus vorbehalten sein soll, und die gegen andere Religionsgemeinschaften und Minderheiten massiv vorgehen.“

Die Angriffe auf Christen und Muslime reichten von Verleumdungen und Einschüchterungen bis hin zu offener Gewalt. Aber auch die Gesetze einiger Bundesstaaten, die den Glaubenswechsel vom Hinduismus zum Christentum einschränken oder unterbinden sollen, stünden im Gegensatz zur Religionsfreiheit, wie sie in der Verfassung der größten Demokratie der Welt verankert ist. Umso wichtiger sei es, auf die bedrängte Lage der Christen aufmerksam zu machen und an ihrer Seite zu stehen.

Materialheft für den Sonntag Reminiszere

Anlass für die Stellungnahme der Auslandsbischöfin ist die Veröffentlichung eines Materialheftes, in dem die EKD über die Lage in Indien informiert und dazu aufruft, am zweiten Sonntag in der Passionszeit (Reminiszere), dem 28. Februar 2021, für bedrängte und verfolgte Christen zu beten. Neben Material zur Gestaltung eines Gottesdienstes enthält es Hintergrundinformationen, unterstützenswerte Projekte und einen Überblick über die verschiedenen Kirchen in Indien.

Seit dem Jahr 2010 ruft die EKD zum Gebet für verfolgte und leidende Christen am Sonntag Reminiszere auf. Der Sonntag verdankt seinen Namen dem sechsten Vers des Psalms 25: „Gedenke (lateinisch: Reminiscere), Herr, an deine Barmherzigkeit.“

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