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Deutsche Briefmarken: Die religiösen Themen 2021

02.01.2021

Das Kindermissionswerk feiert 2021 sein 175-jähriges Bestehen. Foto: Bundesministerium der Finanzen
Das Kindermissionswerk feiert 2021 sein 175-jähriges Bestehen. Foto: Bundesministerium der Finanzen

Berlin (idea) – In diesem Jahr werden 52 Briefmarken in Deutschland erscheinen. Vier Ausgaben sind religiösen Organisationen und Themen gewidmet. Den Auftakt bildet am 7. Januar ein Postwertzeichen (Frankaturwert 80 Cent) zum 175-jährigen Bestehen des katholischen Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ (Aachen).

Den Anstoß zur Gründung gab die damals 15-jährige Auguste von Sartorius (1830–1895), die von der Not der Kinder in China und Afrika erfahren hatte. Der Leitgedanke damals wie heute: „Kinder helfen Kindern“.

Bekannt ist das Werk durch die Sternsinger, die rund um den Jahreswechsel die Botschaft von der Geburt Jesu zu den Menschen bringen. Über die Haustüren schreiben sie ihren Segen. In diesem Jahr empfiehlt das Werk den Gemeinden, wegen der Corona-Pandemie auf Besuche in Häusern und Wohnungen zu verzichten. Geplant sind vielerorts alternative Angebote. So sollen Segensbriefe und -pakete zugeschickt oder verteilt werden. In vielen Gemeinden sind auch digitale Besuche vorgesehen. Die Sternsinger in Deutschland sammelten bisher 1,19 Milliarden Euro für Hilfsprojekte in aller Welt.

Eine weitere Sondermarke (Erstausgabetag 4. Februar/80 Cent) würdigt 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Im Jahr 321 wurde die jüdische Gemeinde in Köln in einem Dekret von Kaiser Konstantin erstmals schriftlich erwähnt. Es erlaubte Juden, die in der römischen Kolonie im Rheinland lebten, Ämter in der öffentlichen Verwaltung zu übernehmen und in den Stadtrat berufen zu werden.

Zur Gestaltung des Jubiläumsjahres wurde eigens ein Verein gegründet. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Erinnerung an jüdische Kultur und Geschichte in Deutschland wachzuhalten.

In Deutschland leben heute nach Schätzungen etwa 250.000 Juden. Etwa 95.000 sind Mitglieder in Gemeinden, die zum Zentralrat der Juden gehören.

Fast 6.500 Telefonseelsorger führten 2019 über 930.000 Gespräche

Im Herbst wird eine Sondermarke (80 Cent) auf die Arbeit der Telefonseelsorge hinweisen (Erstausgabetag 2. September). Dort engagieren sich fast 6.500 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter. Sie führten im Jahr 2019 rund 932.000 Gespräche, um Menschen in persönlichen Nöten zu helfen. Gesprächsthemen sind unter anderem Einsamkeit, Ängste, Erkrankungen und Trauer.

Ab 2. November wird die traditionelle Weihnachtsmarke mit Zuschlag erhältlich sein (80+40 Cent). Die Zuschlagserlöse fließen in die Arbeit der Wohlfahrtsverbände, darunter Caritas und Diakonie. Thema der Marke ist die Botschaft des Engels „Fürchtet euch nicht!“. Zuständig für die Herausgabe der Briefmarken ist das Bundesfinanzministerium.

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