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Kommentar
08. Mai 2018

Zwei ungleiche Führer wollen Korea retten

Erstmals seit Ende des Korea-Krieges vor 65 Jahren betrat ein nordkoreanischer Staatschef südkoreanischen Boden. Nordkoreas Diktator Kim Jong-un will ein „neues Kapitel“ in den Beziehungen zu Südkorea aufschlagen. Was seine Begegnung mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in Ende April für die Menschrechte und die Lage der Christen im bitterarmen Norden der koreanischen Halbinsel bedeutet, analysiert der Sprecher des Vorstands der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Martin Lessenthin (Frankfurt am Main).

Die olympischen Winterspiele vom 9. bis 25. Februar 2018 im südkoreanischen Pyeongchang waren Auftakt einer Charme­offensive des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un (34). Der nach Großvater und Vater in dritter Generation herrschende, noch immer jugendlich wirkende Machthaber Nordkoreas ließ die einmalige Chance, seine weltweite Isolation zu durchbrechen, nicht ungenutzt. Bis dahin war Kim Jong-un der Weltgemeinschaft durch Raketentests mit atomarer Bedrohung, durch politische Morde, politische Geiselnahmen von westlichen Touristen und Geist­lichen sowie durch die Versklavung des eigenen Volkes bekannt.

Dass mit den olympischen Winterspielen auf der koreani...

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