Dienstag • 22. Oktober
Bericht
05. Juli 2019

„Wir sind keine Volkskirche mehr“

80 Prozent der Bürger in Mecklenburg-Vorpommern gehören keiner Kirche an. In vielen Dorfkirchen findet kaum noch Gemeindeleben statt, Pastoren sind teilweise für über 40 Orte zuständig. Was das für Pastoren bedeutet und wie wichtig Ehrenamtliche sind, zeigt Matthias Pankau.

„Wenn die Welt untergeht, so ziehe ich nach Mecklenburg, denn dort geschieht alles 50 Jahre später“, soll Reichskanzler Otto von Bismarck (1815–1898) einmal gesagt haben. Mag sein, dass die Uhren an diesem wunderschönen Fleckchen Erde etwas langsamer gehen als anderswo. Aber früher oder später erreichen alle Entwicklungen auch den Nordosten, auch innerkirchliche, wie Mitgliederschwund und Gemeindezusammenlegungen. Johannes Holmer kann davon ein Lied singen. Der 62-Jährige ist als Pastor für 47 Dörfer und acht Kirchen zuständig. Pro Woche fährt er oft zwischen 200 und 400 Kilometer über Land. Sonntags hält er zwei bis drei Gottesdienste. Und trotzdem sieht er die „geistl...

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