Freitag • 24. Mai
Bericht
03. November 2016

Werden die Gemeinden kaputtgespart?

Mehr als 5,3 Milliarden Euro an Kirchensteuern nahm die EKD im vergangenen Jahr ein. Doch was passiert mit dem Geld? Ein Großteil fließt in die Rücklagen für die Pensionskasse. Und der Rest? Die Stimmen, die beklagen, dass davon zu wenig an der Basis ankommt, werden lauter. idea-Redakteur Matthias Pankau hat sich umgehört.

Johannes Holmer ist Landpastor in Mecklenburg-Vorpommern. Bis vor wenigen Wochen war er noch für 23 Orte zuständig; seit 1. September sind es 43. Der Grund: Seine bisherige Pfarrstelle in Bülow wurde wegen rückläufiger Mitgliederzahlen in dem malerischen Landstrich auf 50 Prozent reduziert. Also bekam er kurzerhand eine weitere, nunmehr auch nur noch halbe Pfarrstelle hinzu – den Sprengel Klaber/Serrahn. Die Folge: Viele, vor allem ältere Kirchenmitglieder klagen, dass sie „ihren“ Pastor kaum noch zu Gesicht bekämen. „Bei 43 Ortschaften mit acht Kirchen komme ich nur noch selten zu ‚zweckfreien’ Besuchen“, sagt Holmer. Während an der Basis gekürzt werde, würden auf...

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