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Kommentar
10. Januar 2018

Warum ich mit der Erklärung nicht einverstanden bin

Die „Evangelischen Frauen in Deutschland“ (EFiD/Hannover) sind gegen ein generelles Kopftuchverbot. Wie es in einer Erklärung des Verbandes heißt, mag das Kopftuch für fundamentalistische Extremisten die „Flagge des Islamismus“ sein: „Für alle anderen ist sie es nicht. Was es für eine Muslima bedeutet, dass sie ein (oder kein) Kopftuch trägt, definiert diese selbst – und niemand sonst.“ Dazu ein Kommentar der zum Bundesvorstand der CDU gehörenden Bremer Bundestagsabgeordneten Elisabeth Motschmann.

Wird der Verfassungsgrundsatz der Religionsfreiheit durch das Nichttragen des Kopftuchs an bestimmten Orten berührt? Nein. Das wäre nur dann der Fall, wenn die Verschleierung für Frauen unabdingbare Voraussetzung für die Ausübung des muslimischen Glaubens wäre. Im Koran wird eine solche Verschleierung aber nicht gefordert. Darin steht nur, eine gläubige Frau solle „ihre Blicke niederschlagen“ und „ihren Schleier über ihren Busen schlagen“. Die entscheidende Stelle findet man in Sure 24.

Ein Kopftuch schafft eine Barriere zur Außenwelt

Das Kopftuch ist also in erster Linie Ausdruck einer bestimmten gesellschaftspolitischen, wenn nicht gar politischen...

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