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Porträt
06. Februar 2018

Vom Massengrab zurück zu Gott

Vor 50 Jahren brachte die Tet-Offensive die Wende im Vietnam-Krieg. Uwe Siemon-Netto war damals als junger Kriegsreporter vor Ort. Durch die schrecklichen Erlebnisse fand er seinen christlichen Glauben wieder, studierte Jahrzehnte später Theologie. Ein Porträt von Ulrich Sachse

An einem Massengrab in Südvietnam begann vor 50 Jahren Uwe Siemon-Nettos langer Weg zurück zu Gott. „Ich war nie ein Atheist“, sagt der damalige Kriegsreporter heute. „Ich fand nur, dass Gott in meinem Wartezimmer verharren könne.“ Das änderte sich zum Mondneujahrsfest „Tet“, als 80.000 kommunistische Soldaten trotz eines Waffenstillstandes 100 südvietnamesische Städte überfielen. Siemon-Netto sah, wie Vietcong-Partisanen am 30. Januar 1968 in die US-Botschaft in Saigon eindrangen.

Die Straßen waren voller Leichen

Die grauenvollsten Erlebnisse hatte er einige Tage später in der Kaiserstadt Hué, wo die Kommunisten bis zu 6.000 Zivilisten liquid...

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