Donnerstag • 12. Dezember
Porträt
07. November 2019

Vergiftet, missbraucht, gerettet

Ihm ist in der DDR viel Leid und Unrecht widerfahren: René Münch (57) hatte eine sehr schwere Kindheit, die von Missbrauch und Ablehnung geprägt war. Vor ein paar Jahren begann er, sich mit der Bibel zu beschäftigen. Heute ist er Christ und will anderen Menschen mit ähnlichen Biografien Mut machen. Ein Porträt von idea-Redakteur Daniel Scholaster

René Münch wurde 1962 im Gefängnis geboren. Seine Mutter war von den Machthabern der damaligen DDR aus politischen Gründen eingesperrt und mit Psychopharmaka behandelt worden. Wie Münch als Erwachsener erfuhr, hatte er noch 10 Geschwister, die fast alle adoptiert oder in Heime eingewiesen wurden. Er entstammte einer Familie früherer Großgrundbesitzer aus Schlesien. Münchs Vater arbeitete jedoch für die Staatssicherheit. Deshalb sollte das Verhältnis mit der Mutter verheimlicht werden. Nach der Geburt wurde er ihr weggenommen und in ein Kinderheim gebracht. Das war zu DDR-Zeiten ein übliches Mittel der Herrschenden, um Kinder aus politisch „unzuverlässigen“ Familien im Sinn...

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