Montag • 25. Mai
Film-Kritik
19. Mai 2020

Vergangenheits- aufarbeitungs- weltmeister

Der Dokumentarfilm „Deutsche und Juden“ beleuchtet ein belastetes Verhältnis. Eine Rezension von idea-Reporter Karsten Huhn

Ein Jahrhundert in Zahlen: 1933 lebten 523.000 Juden in Deutschland, 1943 erklärten die Nationalsozialisten das Land als „judenrein“ (tatsächlich gelang es jedoch wenigen Tausend, Krieg und Verfolgung im Untergrund zu überleben). In Europa wurden etwa sechs Millionen Juden von den Nazis ermordet. Bis 1990 stieg die Zahl der Juden in Westdeutschland auf etwa 27.000. Heute leben – vor allem durch den Zuzug aus Osteuropa – mehr als 200.000 Juden in Deutschland.

Für ihre Dokumentation hat Regisseurin Janina Quint eine ungewöhnliche Mischung von Deutschen und Juden (die ja auch oft Deutsche sind) befragt, darunter den früheren EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber, den Sän...

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