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Kommentar
07. November 2019

Über alle Mauern und Zäune hinweg

Eine der wenigen Brücken zwischen der Bundesrepublik und der DDR, die die gesamte Zeit der deutschen Teilung überdauerten, waren die kirchlichen Partnerschaften. Fast jede evangelische Kirchengemeinde im Osten war mit einer Kirchengemeinde im Westen verbunden. Dabei ging die Hilfe über Geschenkpakete hinaus. Wie diese Kirchenpartnerschaften Christen zusammenbrachten und dafür sorgten, dass das kirchliche Leben in der DDR weiterexistieren konnte, erläutert Pfarrerin Karoline Rittberger-Klas.

„Es war seltsam, wir sahen bald wie mit vertauschten Augen, sie unser Land, wir ihr Land, sie ihr Land, wir unser Land. Wir sahen und redeten und kamen zusammen, über alle Vorsichten, alle Mauern und Zäune hinweg.“ Mit fast poetischen Worten beschrieb 1985 eine Tübinger Theologiestudentin ihre Begegnung mit jungen Christinnen und Christen in Thüringen. Die offenbar so eindrückliche DDR-Reise war keine Einzelunternehmung. Sie war Teil eines weit gespannten Netzes an Partnerschaftsbeziehungen, die seit Jahrzehnten zwischen den evangelischen Landeskirchen und auch den katholischen Bistümern in Ost und West bestanden.

Materielle Erleichterung und Glaubenss...

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