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Kommentar
18. Januar 2019

Tempolimit: Bedauerlicher Mangel an protestantischer Haltung

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) will beim Deutschen Bundestag eine Petition für ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen einreichen. Die Aktion soll am Aschermittwoch (6. März) starten. Dazu ein Kommentar vom stellvertretenden Vorsitzenden des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) in Deutschland, Friedhelm Wachs (Leipzig).

Es ist ein bedauerlicher Mangel an protestantischer Haltung, wenn im 21. Jahrhundert ausgerechnet eine Evangelische Kirche Verbote wie ein Tempolimit zum Heilsweg erklärt und diesen auch noch populistisch mit einer politischen Petition durchzusetzen versucht. Wie wir evangelischen Christen seit der Reformation wissen, ist der einzelne Mensch zur Freiheit und damit auch zur Verantwortung berufen (Galater 5,1). Damals endete das Verbotsprivileg der Kirche. Warum eine Kirche mit Tempo 130 eine fast 50 Jahre alte politische Forderung im Wahljahr hervorholt, statt den Blick nach vorne zu richten und verantwortungsethisch die Durchsetzung von Wasserstoff- und Elektrofahrzeugen zu fordern, ersc...

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