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Kommentar
25. Juni 2020

Kirchen und ihre Stasi-Verstrickungen

Am 3. Oktober begehen wir den „Tag der Deutschen Einheit“, der im Einigungsvertrag 1990 zum gesetzlichen Feiertag bestimmt worden war. In den vergangenen 30 Jahren ist aber nur wenig getan worden, um die Stasi-Verstrickungen innerhalb der Kirchen in West und Ost aufzuarbeiten. Aus dem Anlass eine Rezension von Theo Lehmann über das Buch des evangelischen Pfarrers i. R. Edmund Käbisch (Zwickau)

Man stelle sich den Schmerz der Stasi vor, dass mittlerweile jeder Bürger in deren Akten lesen kann, was der Geheimdienst mit ihm gemacht hat bzw. machen wollte. Denn das oberste Gebot der Stasi lautete: Konspiration. Also alles streng geheim, sonst wär’s ja auch kein Geheimdienst. Und der 1944 geborene Dr. Edmund Käbisch setzt da noch einen drauf. In seinem neuesten Buch zum Thema Stasi berichtet der Pfarrer i. R. über seine „Erinnerungen an Gespräche mit ehemaligen Offizieren und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS“. Jetzt kann man also nicht nur lesen, was die Stasi gemacht hat, sondern auch, was sie gedacht hat.

Entschuldigt hat sich keiner

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