Donnerstag • 12. Dezember
Kommentar
12. November 2019

Kinderrechte: Klingt niedlich, ist brandgefährlich

Zum Vorschlag, Kinderrechte im Grundgesetz festzuschreiben – Ein Kommentar von Birgit Kelle. Sie ist freie Publizistin und Buchautorin („Gendergaga“, „Muttertier“). Sie schreibt für diverse Medien und ist Kolumnistin der Tageszeitung „Die Welt.“

Unser Grundgesetz ist keine Knetmasse, die man nach Belieben in neue Formen drückt. Es beschreibt Rechtsprinzipien – wie etwa das Subsidiaritätsprinzip –, damit der Staat nur regelt, was er muss, und nicht, was er möglicherweise gerne will. Die Verfassung garantiert Menschenwürde, Freiheit, Demokratie. Es sind Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat, damit er uns etwa unsere Meinungsfreiheit nicht einschränken kann. Oder unser Erziehungsrecht als Eltern. Geht es nach den SPD-Ministerinnen Franziska Giffey (Familie) und Christine Lambrecht (Justiz) sollen überhastet noch vor Jahresende „Kinderrechte“ in die Verfassung aufgenommen werden. Was niedlich klingt, ist verfassungs...

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