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Kommentar
25. Juni 2020

Ich werde eher in Uniform beleidigt als wegen meiner Hautfarbe

Mit ihrem „latenten Rassismus“-Vorwurf gegen die Polizei hat die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken für heftige Kontroversen gesorgt. Gleichzeitig ist das Thema Rassismus durch die „Black Lives Matter“-Demonstrationen (Schwarze Leben zählen) in Deutschland auch gesamtgesellschaftlich in den Fokus geraten. Für idea schildert die Polizistin, Deutsche mit afrikanischen Wurzeln und Christin Elisabeth Thompson ihre Sicht auf die Debatte und ihre Erfahrungen damit.

Man könnte meinen, als Polizistin und Halbafrikanerin sei ich gleich doppelt Zielscheibe für Anfeindungen – aber das stimmt nicht: Bis heute bin ich weder im Dienst noch privat jemals aufgrund meiner Hautfarbe rassistisch beleidigt oder gar angegriffen worden. Anders sieht das aus, wenn meine Kollegen und ich unsere Uniform tragen – dann kommen eher dumme Sprüche oder Beleidigungen. Aber die treffen dann alle, unabhängig von der Herkunft und Erscheinung.

Die USA sind nicht Deutschland

In der afrikanischen Community ist das Thema Rassismus allerdings recht dominant, auch meine Brüder mussten damit leider schon Erfahrungen ma...

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