Freitag • 5. Juni
Porträt
20. Juni 2019

„Ich war schwul“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will „Konversionstherapien“ verbieten lassen, die das Ziel haben, aus homosexuell empfindenden Menschen Heterosexuelle zu machen. Doch nicht alle Lesben und Schwulen sind mit ihrer Lage zufrieden. Manche wünschen sich Veränderung. Ein Porträt von idea-Redakteur Klaus Rösler

Dass er anders war als andere Jungen, das war Jörg Recknagel (53) immer klar. Spätestens als Jugendlicher fühlte er sich zu Jungen hingezogen. Schließlich bekannte er öffentlich: „Ich bin schwul.“ – „Das, was ich mein Leben lang gesucht hatte, erfüllte sich: die Sehnsucht nach einem Freund, nach Nähe und Zugehörigkeit.“ Für ihn war das ein Akt der Befreiung: „Ich stürzte mich voll rein ins homosexuelle Leben.“ Doch zugleich erlebte er Enttäuschungen. Sein Freund hatte auch Sex mit anderen. Dabei wollte er gerne einen Partner finden, der mit ihm „durch dick und dünn gehen“ würde.

Eine innere Stimme mahnt

...

ANZEIGE
Diskutieren

Wir haben die Kommentarfunktion auf idea.de eingestellt. Im Gegenzug starten wir ein neues Format zum gezielten Austausch mit unseren Lesern: den ideaLog, eine einstündige Frage- und Antwortrunde auf Facebook zu ausgewählten Themen. mehr »

Diese Woche lesen Sie
  • Glaube Warum verbirgt sich Gott?
  • Kommentar Die Dagobertisierung der EU
  • Ökonomie Die Große Ungewissheit
  • Kommentar Nicht jeder Konvertit hat Anspruch auf Asyl
  • Pro und Kontra Sollte man Gendersternchen verwenden?
  • mehr ...
ANZEIGE