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Kommentar
07. März 2018

Geschlechtsneutrale Nationalhymne: Kein Respekt vor dem Dichter

Die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums will die deutsche Nationalhymne gendergerecht aktualisieren: Die Worte „brüderlich“ und „Vaterland“ sollten ersetzt werden. Dazu ein Kommentar von Prof. Christoph Raedel. Er ist Professor für Systematische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule (FTH) in Gießen und Vorsitzender des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT).

Wann haben Sie zum letzten Mal die Nationalhymne der Bundesrepublik gesungen? Schon länger her? Dann scheinen Sie zu einer sorgenlosen Minderheit zu gehören. Denn Kristin Rose-Möhring, Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums hält den Text der Nationalhymne für so verstörend, dass er im geschlechterpolitisch korrekten Sinne verändert werden soll. Nicht als „Vaterland“, sondern als „Heimatland“ soll Deutschland besungen werden, nach dessen Glück wir dann nicht mehr „brüderlich“, sondern „couragiert mit Herz und Hand“ streben werden.

Warum lässt Frau Rose-Möhring jeden Respekt vor dem Dichter vermissen?

Während in Deutschla...

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