Dienstag • 13. November
Kommentar
05. September 2018

Eine Kloake menschlicher Abgründe

Jede Minute werden weltweit 2,5 Millionen Einträge auf der Internet-Plattform Facebook vorgenommen. Doch wer entscheidet, was die Welt zu sehen bekommt? Die Dokumentation „Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners“ (11. September um 22:45 Uhr in der ARD) zeigt, wie Moderatoren auf den Philippinen Inhalte sichten und Anstößiges entfernen. Eine Rezension von Karsten Huhn.

Es ist ein Höllenjob: In Manila, der Hauptstadt der Philippinen, entscheiden Tausende von Content-Moderatoren, welche Bilder, Videos und Texte der 2,8 Milliarden Facebook-Nutzer im Netz bleiben können – und welche gelöscht werden. Etwa 25.000 Einträge sichtet jeder Moderator pro Tag, für eine Entscheidung bleibt also nur wenige Sekunden Zeit. Die Bilder zeigen Folter, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch, Enthauptungen, Perversionen aller Art in so drastischen Details, dass man sie hier nicht wiederholen mag. Manche Bilder sind so grausam, dass sie in der Dokumentation von Hans Block und Moritz Riesewieck nur unscharf dargestellt werden.

Ein Gräuel nach dem anderen

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