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Kommentar
23. Dezember 2017

Die Zusammenlegung von Gemeinden fügt der Kirche gewaltigen Schaden zu

In der Evangelischen Kirche im Rheinland sinkt die Zahl der Gemeinden durch mehrere Fusionen zum 1. Januar 2018 von derzeit 704 auf 694. 2011 hatte die rheinische Kirche noch 742 Gemeinden. Dazu ein Kommentar von Pfarrer Friedhelm Maurer (Gemünden/Hunsrück). Er ist Vorsitzender des Evangelischen Pfarrvereins im Rheinland mit 1.032 Mitgliedern.

Was die zentralistisch ausgerichtete römisch-katholische Kirche vormacht, machen wir in der evangelischen Kirche nach – obwohl uns gerade das 500. Reformationsjubiläum die Möglichkeit geboten hat, uns auf unser reformatorisches Kirchenverständnis zu besinnen: Wir bilden „Kooperationsräume“, und setzen Gemeinden darin immer mehr unter Druck zu fusionieren. Es wird argumentiert, nur so sei Kirche „zukunftsfähig“. Das (katholische) Bistum Trier sollte uns da als mahnende Abschreckung dienen: Statt 900 Pfarreien gibt es heute nur noch 35 „pastorale Räume“.

Jeden Kirchturm weniger feiern Kirchenleiter als Erfolg

In den Köpfen vieler leitenden Strate...

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