Samstag • 6. Juni
Interview
12. Februar 2020

Die Arbeit der Kriegspfarrer galt als kriegsnotwendig

Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. In den Kämpfen waren mehr als 1.000 evangelische und katholische Kriegspfarrer an der Front im Einsatz. Ihre Aufgabe war es, die Schlagkraft des Heeres zu steigern. Sie vermittelten den Soldaten, dass ewiges Leben auf sie warte, so die Historikerin Dagmar Pöpping. Mit ihr sprach idea-Reporter Karsten Huhn.

idea: Frau Pöpping, was machte aus Sicht der Wehrmacht einen guten Kriegspfarrer aus?

Pöpping: Er musste national denken, eine positive Einstellung zum Nationalsozialismus demonstrieren und die Sprache der Soldaten sprechen, um von ihnen ernst genommen zu werden.

idea: Haben die Pfarrer sich selbst auch so verstanden?

Pöpping: Es gab zwei Gruppen: Die verbeamteten Wehrmachtseelsorger waren meist schon vor dem Zweiten Weltkrieg Bestandteil der Wehrmacht, zum Teil schon in der Reichswehr oder im Ersten Weltkrieg. Sie waren sehr nah am Militär, weit weg von den Kirchen und ...

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