Sonntag • 20. Oktober
Bericht
20. September 2019

Christen im Brennpunkt

Der Chef der Essener „Tafel“, Jörg Sartor, schlägt Alarm. In den Problemvierteln des Ruhrgebiets nehmen Armut, Kriminalität und gesellschaftliche Spaltung überhand, schreibt er in seinem Buch „Schicht im Schacht“, das gerade im Heyne Verlag erschienen ist. Was denken Christen, die in einem sozialen Brennpunkt des Ruhrgebiets leben und arbeiten, über die Probleme? Was tun sie, um den Menschen in ihrem Viertel zu helfen? idea-Redakteur David Wengenroth hat mit Christen aus der Dortmunder Nordstadt gesprochen.

Eigentlich ist die Nordstadt schön. Natürlich nicht überall, schließlich sind wir hier im Ruhrgebiet. Aber es gibt lange Straßenzüge mit stolzen Gründerzeithäusern. Es gibt ausgedehnte Parkanlagen mit üppigem Grün. Es gibt urige Szenekneipen und hübsche Cafés. Von all dem spricht normalerweise niemand, denn hier gibt es außerdem alle sozialen und gesellschaftlichen Probleme, die der Ruhrpott zu bieten hat. Auf dem Nordmarkt trifft sich die offene Trinkerszene der Stadt. An der Mallinckrodtstraße handeln arabische Clans mit Drogen. In der Nähe des Hafens hausen arme Familien aus Südosteuropa in verwahrlosten „Schrottimmobilien“. In Zahlen: Im Dortmunder Norden ...

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