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04. Dezember 2018

Jeder vierte Berliner würde Reformationstag bevorzugen

Der Reformationstag erinnert an den Thesenanschlag Martin Luthers (1483–1546) am 31. Oktober 1517 an die Schlosskirche zu Wittenberg. Foto: pixabay.com
Der Reformationstag erinnert an den Thesenanschlag Martin Luthers (1483–1546) am 31. Oktober 1517 an die Schlosskirche zu Wittenberg. Foto: pixabay.com

Berlin (idea) – Wenn sich die Berliner Einwohner für einen zusätzlichen Feiertag entscheiden müssten, würde jeder Vierte (25 Prozent) den Reformationstag (31. Oktober) wählen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der Berliner Zeitung. Damit findet der evangelische Gedenktag die größte Zustimmung. Dahinter liegen der 9. November als Tag des Mauerfalls (20 Prozent) sowie der 8. Mai (19 Prozent), der an das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert. Für den Internationalen Frauentag (8. März) sprach sich nicht einmal jeder Fünfte aus (15 Prozent). Dieses Datum hatte die rot-rot-grüne Mehrheit im Abgeordnetenhaus als weiteren Feiertag bevorzugt. Noch weniger Stimmen bekamen der 17. Juni (Volksaufstand in der DDR 1953), der 27. Januar (Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz 1945) und der 18. März (Märzrevolution von 1848).

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Der Westen wählt das Weltkriegsende, der Osten den Weltfrauentag

Laut der Berliner Zeitung gab es auch Unterschiede zwischen den Einwohner im Ost- und Westteil der Hauptstadt. Während im Osten 21 Prozent für den Frauentag stimmten, lag der Anteil im Westen um zehn Prozentpunkte niedriger. Genau umgekehrt verhält es sich dagegen beim Weltkriegsende – hier stimmten 23 Prozent der Westberliner dafür, im Osten hingegen nur 13 Prozent. Berlin ist bundesweit das Land mit den wenigsten Feiertagen (neun). Im Mai hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) darum einen zusätzlichen Feiertag in Aussicht gestellt. Der Reformationstag erinnert an den Thesenanschlag Martin Luthers (1483–1546) am 31. Oktober 1517 an die Schlosskirche zu Wittenberg. Er ist bereits in neun Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Die Mehrheit der 3,6 Millionen Berliner ist konfessionslos. 16 Prozent gehören der evangelischen Kirche an, 8,7 Prozent der römisch-katholischen Kirche, acht Prozent sind Muslime und ein Prozent Juden. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 19. bis 29. November insgesamt 1.003 Berliner befragt.

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