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US-Präsident
06. Februar 2019

Rede zur Lage der Nation: Trump kritisiert Spätabtreibungen

US-Präsident Donald Trump am 5. Februar bei seiner Rede zur Lage der Nation. Screenshot: whitehouse.gov
US-Präsident Donald Trump am 5. Februar bei seiner Rede zur Lage der Nation. Screenshot: whitehouse.gov

Washington (idea) – Die Rede von US-Präsident Donald Trump am 5. Februar zur Lage der Nation hat unter Evangelikalen unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Trump rief die Politiker zur Einheit und Zusammenarbeit sowie zu Kompromissen auf. Blockaden müssten ein Ende haben. Ziel müsse es sein, einen neuen Lebensstandard für das 21. Jahrhundert zu schaffen: „Wir können unsere Gemeinden sicherer machen, unsere Familien stärker, unsere Kultur reicher, unseren Glauben tiefer und unsere Mittelschicht größer und wohlhabender als je zuvor.“ Der Präsident äußerte sich in seiner 82-minütigen Rede auch kurz zum Thema Abtreibung. Hintergrund ist unter anderem die Entscheidung des Bundesstaates New York, Spätabtreibungen unter bestimmten Umständen – wenn die Gesundheit der Mutter gefährdet oder der Embryo nicht lebensfähig ist – bis zur Geburt straffrei zu stellen. Es könne keinen größeren Gegensatz zum wunderbaren Bild einer Mutter geben, die ihr Kind halte, als das abschreckende Bild, das die USA in den vergangenen Tagen gesehen habe, so Trump. Er rief den Kongress auf, ein Gesetz zu verabschieden, das Spätabtreibungen von ungeborenen Kindern verbietet, die im Mutterleib Schmerzen fühlen könnten: „Lasst uns zusammenarbeiten, um eine Kultur aufzubauen, die das unschuldige Leben wertschätzt!“ Er sprach sich dafür aus, eine grundlegende Wahrheit zu bestätigen: „Alle Kinder – geboren oder ungeboren – sind nach dem heiligen Angesicht Gottes erschaffen.“

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Trump: Die USA müssen die illegale Einwanderung beenden

Ferner verteidigte Trump seine Pläne, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu wollen. Republikaner und Demokraten müssen sich zusammenschließen, um einer dringlichen nationalen Krise zu begegnen. Jetzt müsse der Kongress der Welt zeigen, dass sich Amerika verpflichtet habe, die illegale Einwanderung zu beenden und rücksichtslosen Schleusern, Kartellen, Drogenhändlern und Menschenhändlern das Handwerk zu legen. Derweil müsse die Arbeiterklasse den Preis für die illegale Massenmigration zahlen, etwa durch niedrigere Löhne, überlastete Schulen und Krankenhäuser sowie erhöhte Kriminalität.

Pastor Jeffress: „Danke, dass Sie die barbarische Praxis so stark verurteilen“

Der Pastor der Megakirche „First Baptist Church“, Robert Jeffress (Dallas/Bundesstaat Texas), gratulierte Trump zu seiner „bislang machtvollsten Rede“. Trump habe gezeigt, dass er daran interessiert sei, tatsächlich zu regieren, während die Demokraten nur behindern wollten. Jeffress – seine Gemeinde gehört zum Bund der Südlichen Baptisten – sagte: „Vielen Dank, dass Sie die barbarische Praxis der Spätabtreibungen so stark verurteilt haben.“ Der US-Evangelist Franklin Graham (Charlotte/Bundesstaat North Carolina) dankte dem Präsidenten, dass er die Prioritäten der USA deutlich gemacht habe: „Ich bete dafür, dass alle Amerikaner die parteiübergreifende Zusammenarbeit unterstützen, um die Probleme zu lösen, mit denen wir konfrontiert sind.“ Es geht nicht um Republikaner und Demokraten, sondern darum, das Richtige zu tun: „Vielen Dank, dass Sie die Freiheit verteidigen und bekräftigen, dass Amerika niemals ein sozialistisches Land sein wird.“

„World Relief“: Wer verfolgt wird, muss in den USA Schutz finden können

Die evangelikale Flüchtlingsorganisation „World Relief“ (Welthilfe) teilte in einer Stellungnahme mit, dass sie mit Trump übereinstimme, dass Grenzsicherheit wichtig sei, „aber wir müssen auch auf humanitäre Weise auf die Asylsuchenden in den USA reagieren“. Die USA seien ein Einwanderungsland. Es widerspreche diesem Erbe, die Möglichkeiten von Menschen einzuschränken, die vor Verfolgung und Gefahren fliehen, um in den USA Schutz zu finden.

Die Rede von Donald Trump kann man sich hier ansehen.

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