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Statistik
02. September 2019

Protestanten stützen CDU in Sachsen und SPD in Brandenburg

Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erhielt die CDU in Sachsen 32,1 Prozent der Stimmen. Foto: picture-alliance/dpa
Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erhielt die CDU in Sachsen 32,1 Prozent der Stimmen. Foto: picture-alliance/dpa

Mannheim (idea) – Bei den Landtagswahlen am 1. September in Sachsen und Brandenburg haben die evangelischen Kirchenmitglieder die bisher führenden Regierungsparteien gestützt. Das geht aus einer Wahltagsbefragung der Forschungsgruppe Wahlen (Mannheim) für das ZDF hervor. Demnach machten 42 Prozent der protestantischen Wähler ihr Kreuz bei der Union, in Brandenburg 32 Prozent bei der SPD. Bei den Katholiken waren es 43 bzw. 25 Prozent. Zum Vergleich: Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erhielt die CDU in Sachsen 32,1 Prozent der Stimmen, die SPD in Brandenburg 26,2 Prozent. Die AfD, die große Stimmengewinne verbuchen konnte (Sachsen 27,5 Prozent, Brandenburg 23,5 Prozent), schnitt bei den konfessionellen Wählern etwas unterdurchschnittlich ab. Auf evangelischer Seite bekam die AfD in Sachsen jede vierte Wählerstimme (25 Prozent) und 17 Prozent in Brandenburg. Von den konfessionslosen Wählern gaben 29 Prozent der Sachsen der AfD ihre Stimme und 26 Prozent in Brandenburg. Überdurchschnittlich war das Ergebnis für Bündnis 90/Die Grünen bei den Kirchenmitgliedern: In Brandenburg votierten 17 Prozent der Katholiken und 13 Prozent der Protestanten für die Partei, in Sachsen 15 Prozent bzw. neun Prozent. Insgesamt kamen die Grünen in Brandenburg auf 10,8 Prozent und in Sachsen auf 8,6 Prozent. „Die Linke“ konnte bei den kirchlichen Wählern nicht punkten. Sie erreichte in beiden Bundesländern bei Protestanten einen Anteil von sieben Prozent und bei Katholiken sechs Prozent. Allerdings bilden Kirchenmitglieder im Osten Deutschlands nur eine Minderheit. Von den rund vier Millionen Einwohnern Sachsens sind 18,5 Prozent evangelisch und 3,7 Prozent katholisch. Im rund 2,5 Millionen Einwohner zählenden Brandenburg sind 15,5 Prozent evangelisch und 3,1 Prozent katholisch. Die große Mehrheit ist in beiden Ländern konfessionslos. An der Befragung der Forschungsgruppe Wahlen nahmen 18.411 Wähler in Sachsen sowie 16.001 Wähler in Brandenburg teil.

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