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CDU-Generalsekretärin
09. September 2018

Kramp-Karrenbauer: CDU bietet auch Muslimen eine politische Heimat

Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: CDU/Laurence Chaperon
Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: CDU/Laurence Chaperon

Offenbach (idea) – Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich für eine Mitgliedschaft von Muslimen in der Union ausgesprochen. Sie äußerte sich am 8. September auf dem Landesparteitag der hessischen CDU in Offenbach. Eine Debatte über das Thema war entbrannt, nachdem die Hamburger CDU bekannt gegeben hatte, die Muslimin Aygül Özkan zur Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl 2020 aufzustellen. Das stieß in Teilen der Partei und unter theologisch konservativen Christen auf Kritik. Die sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (Freiberg) etwa schrieb in einem Beitrag in der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, dass es nicht zusammenpasse, gläubiger Muslim und Mitglied einer Partei zu sein, deren Grundlage das christliche Menschenbild sei.

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Hessen wählt am 28. Oktober einen neuen Landtag

Kramp-Karrenbauer hingegen betonte auf dem Parteitag, dass jeder, der sich den Werten der CDU verpflichtet fühle, in der Partei eine politische Heimat finden könne. „Das ist der Gründungsgedanke der CDU: Spaltung überwinden und zusammenführen.“ Fundamentalisten hingegen – egal, ob muslimisch, christlich oder jüdisch – hätten in der CDU keinen Platz: „Das sind diejenigen, die ihre Religion über alle anderen Religionen stellen, die kein friedliches Zusammenleben wollen.“ Hessen wählt am 28. Oktober einen neuen Landtag. Derzeit regiert eine Koalition aus CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CDU laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der „BILD“-Zeitung auf 29 Prozent und die SPD auf 24 Prozent. Es folgen die Grünen und die AfD mit jeweils 14 Prozent, Die Linke (8 Prozent) und die FDP (7 Prozent).

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