Donnerstag • 19. April
„Konservatives Manifest“
06. April 2018

Christliche Grundwerte in der CDU/CSU stärken

Ehe und Familie nach dem „Leitbild ‚Vater, Mutter, Kinder’“ seien die Grundpfeiler der Gesellschaft, so die Verfasser. Foto: pixabay.com
Ehe und Familie nach dem „Leitbild ‚Vater, Mutter, Kinder’“ seien die Grundpfeiler der Gesellschaft, so die Verfasser. Foto: pixabay.com

Schwetzingen (idea) – Die CDU/CSU soll sich wieder auf ihre Grundwerte besinnen und ihre „auf dem Christentum fußenden Überzeugungen im politischen Alltag“ umsetzen. Das fordert die WerteUnion, ein Zusammenschluss innerhalb der Unionsparteien, in einem „Konservativen Manifest“. Der Entwurf liegt der Evangelischen Nachrichtenagentur idea vor. Das Papier soll bei einem Treffen am 8. April in Schwetzingen verabschiedet werden. Wichtige Themen seien „vor allem Fragen des Lebensrechts, der Familie und der Würde des Menschen. Unser Bestreben gilt dabei auch der Bewahrung von Gottes Schöpfung“. Ehe und Familie nach dem „Leitbild ‚Vater, Mutter, Kinder’“ seien die Grundpfeiler der Gesellschaft, so die Verfasser: „In diesem Zusammenhang sprechen wir uns gegen eine weitere staatliche Förderung der ideologisch motivierten Genderforschung aus.“ Die WerteUnion vertrete außerdem „einen gesunden, weltoffenen Patriotismus, der sich bewusst von dumpfen nationalistischen Parolen abhebt“. Politischer Extremismus sei zu bekämpfen, ob islamisch, rechts oder links motiviert. Die WerteUnion wendet sich in dem Manifest gegen „eine ungesteuerte Zuwanderung nach Deutschland und in unser Sozialsystem“ und fordert die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft. „Wir wollen eine restriktive Migrationspolitik, die sich am Fachkräftebedarf unseres Landes orientiert.“

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Angela Merkel sollte den Platz an der Spitze der CDU räumen

Die Bundeswehr solle zudem besser ausgestattet und die Wehrpflicht wiedereingeführt werden. Weitere Forderungen sind eine Kürzung der Sozialausgaben und die Entlastung der „arbeitenden Bevölkerung“. Eine klare Absage erteilt die WerteUnion der Vergemeinschaftung von Schulden innerhalb der EU. Die „überstürzte Energiewende“ solle beendet und der „Übergang in die digitale Gesellschaft“ mit Hochdruck vorangetrieben werden. Neben der inhaltlichen Neuausrichtung der Unionsparteien fordert die WerteUnion eine personelle Erneuerung: „Angesichts der Etablierung einer Partei rechts von CDU/CSU ist insbesondere der konservative Flügel zu stärken und zu integrieren statt ihn auszugrenzen.“ Der Vorsitzende der Vereinigung, Alexander Mitsch (Plankstadt), forderte die CDU-Vorsitzende Angela Merkel bereits mehrfach auf, bei den Vorstandswahlen der Partei im Herbst nicht erneut zu kandidieren. Die WerteUnion gründete sich im März 2017 unter dem Namen „Freiheitlich-konservativer Aufbruch“. Nach eigenen Angaben hat der Zusammenschluss über 15 Landesverbände und mehrere Tausend Mitglieder und Unterstützer.

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