Samstag • 21. Juli
Kriminalität
24. Juni 2018

Clan-Forscher kritisiert rot-rot-grüne „Multikulti-Regierung“ in Berlin

Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban. Foto: picture-alliance/Eventpress
Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban. Foto: picture-alliance/Eventpress

Berlin (idea) – Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban (Berlin) hat den Umgang der rot-rot-grünen Koalition in Berlin mit arabischen Familienclans kritisiert. Hintergrund sind die kriminellen Taten der Clans, die ihre Aktivitäten zunehmend vom Bezirk Neukölln in die City West verlagern. Zuletzt waren am 21. Juni drei Menschen bei einer Messerstecherei in Charlottenburg teils schwer verletzt worden. Ghadban sagte im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), dass es bei den Clans eine Paralleljustiz gebe, durch die der Rechtsstaat ausgehebelt werde. Aus „ideologischen Gründen“ werde bislang nicht versucht, die Problematik richtig anzugehen und die Clans als solche zu erfassen sowie zu registrieren. In Berlin sei es beispielsweise verboten, bei Straftaten die Ethnie zu erwähnen. Der Staat erlaube also nicht, dass das Thema gründlich behandelt werde, betonte Ghadban. In Niedersachsen hingegen hat man diese Hemmungen abgelegt. Dem Beispiel werde die Berliner „Multikulti-Regierung“ aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke wohl kaum folgen, befürchtet er. Ghadban, der an einem Buch über arabische Clans in Berlin arbeitet, sagte ferner, dass das Geld der Clans vor allem aus den Drogen- und Schutzgeldgeschäft stamme. Es werde dann gewaschen, indem es in Restaurants und zunehmend in Immobilien investiert werde. Das Eigentum werde über Strohmänner erworben. Dabei hätten die Clans Hilfe von guten Anwälten und Steuerberatern. Alles laufe an dieser Stelle somit formal „ganz legal“ ab. Deswegen sei dort der Zugriff des Staates schwierig.

ANZEIGE

CDU fordert Ermittlungsgruppe

Die Berliner CDU fordert derweil eine spezielle Ermittlungsgruppe. Sie soll sich ausschließlich um die arabischen Clans in Berlin kümmern. Mehr Polizeistreifen in den betroffenen Gebieten würden nur oberflächlich helfen, sagte der CDU-Politiker und Vorsitzende des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, Peter Trapp, im rbb-Inforadio. Nötig sei eine Gruppe, die aus Vertretern der örtlichen Polizei und des Landeskriminalamtes bestehe.

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser fünf Tage kommentiert werden.

3 Kommentare
Kommentare sind ausgeblendet.
Zum Einblenden der Kommentare hier klicken.
Diese Woche lesen Sie
  • Streitgespräch Wie will die Bibel verstanden werden?
  • Mittelmeer Schluss mit der Schlepperei auf See!
  • Urlaub Mit Gott in die schönste Zeit des Jahres
  • Töpfern Von der Faszination des Schaffens
  • 10 Gebote Das zweite Gebot: Mach dir kein Bild!
  • mehr ...
ANZEIGE