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Hessischer Ministerpräsident
28. August 2017

Die Welt ist besser geworden

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: EAK Hessen
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: EAK Hessen

Butzbach (idea) – Die Welt ist in den letzten Jahrzehnten deutlich besser geworden. Davon ist der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) überzeugt. „Es besteht kein Grund, in Hoffnungslosigkeit zu verfallen“, sagte er in einer Predigt zum 500. Reformationsjubiläum am 26. August in Butzbach. Bei der Veranstaltung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in Hessen zitierte er vor 100 Teilnehmern den Martin Luther zugeschriebenen Satz „Und wenn morgen die Welt untergeht, würde ich noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen“. Dieses Apfelbäumchen trage schon heute Früchte, so Bouffier.

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Weltweite Armut ist zurückgegangen

Er nannte mehrere Beispiele für positive Veränderungen. 1943 habe es auf dem Höhepunkt der Diktaturen weltweit nur neun demokratische Staaten gegeben. Heute seien es über 90. Bouffier: „Die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt also inzwischen in Demokratien.“ Trotz der zahlreichen Kriege sei die Zahl der Menschen, die im Zuge dieser Auseinandersetzungen getötet würden, zurückgegangen. „Die Welt ist friedlicher geworden“, so Bouffier. Auch die Armut sei gesunken. 1990 hätten 37 Prozent der Weltbevölkerung unterhalb der Armutsgrenze gelebt, 2015 seien es nur noch zehn Prozent gewesen. Zur Zeit Luthers hätten zehn Prozent der Menschen lesen und schreiben können, 1960 seien es 60 Prozent gewesen, heute 85 Prozent. Er erinnerte auch an das Waldsterben in den 1970er und -80er Jahren. Heute sei der Wald allein in Deutschland um eine Million Hektar gewachsen. Bouffier: „Das ist viermal das Saarland und halb Sachsen-Anhalt.“ Er räumte ein, dass trotz dieser Trends die Welt immer noch nicht perfekt sei: „Aber es gibt eine Vielzahl positiver Entwicklungen, die hoffnungsvoll stimmen und uns ermutigen können, uns weiter zu engagieren.“ Er bekannte, als evangelischer Christ immer wieder Kraft aus dem Glauben zu schöpfen.

Reformationsfest nicht durch Halloween ersetzen

In einem weiteren Vortrag rief die Butzbacher Religionslehrerin Magdalena Schulz dazu auf, den Reformationstag (31. Oktober) nicht – wie es bereits vielfach in der Gesellschaft geschehe – durch Halloween-Feiern zu ersetzen. Die Wurzeln von Halloween lägen in der vorchristlichen irisch-keltischen Tradition. Im Mittelpunkt stehe ein Bild vom Tod, das von Angst geleitet werde. Luther stehe dagegen dafür, dass Menschen keine Furcht vor dem Tod zu haben brauchten. Denn Gott schenke jedem, der glaubt, seine Gnade. Sie bedauerte ferner, dass der Tod immer mehr aus der Gesellschaft verdrängt werde. Hier sei es Aufgabe des evangelischen Religionsunterrichts, dieser Entwicklung entgegenzusteuern.

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