Montag • 18. März
Homosexualität
17. Februar 2019

Bibelbund kritisiert geplantes Verbot von Konversionstherapien

Der Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch. Foto: idea/kairospress
Der Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch. Foto: idea/kairospress

Berlin (idea) – Der Bibelbund hat die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) scharf kritisiert, sogenannte Konversionstherapien zu verbieten. Sie sollen Homosexuellen helfen, ihre sexuelle Orientierung zu verändern. Spahn hatte erklärt, sie seien „völliger Humbug“ und könnten für die Betroffenen gefährlich sein. Deshalb will er sich für ein gesetzliches Verbot einsetzen. Der Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch (Horn-Bad Meinberg), erklärte dagegen in einer Pressemitteilung, nach Aussage der Bibel sei eine homosexuelle Orientierung durchaus veränderbar. Das gehe etwa aus 1. Korinther 6, 9 ff. hervor. Durch Spahns Vorstoß „könnte die seelsorgerliche Begleitung von Homosexuellen, die Probleme mit ihrer sexuellen Identität haben, schon bald zu einer Straftat werden“. Bei einer strengen Auslegung des Gesetzesvorschlags könne schon das Gebet für eine Veränderung der sexuellen Orientierung eines Homosexuellen mit einem Bußgeld belegt werden.

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Kotsch: Abweichende ethische Meinungen sollen verboten werden

Das geplante Gesetz sei der Versuch, „einen jahrhundertealten sexualethischen Konsens aller christlichen Kirchen zu kriminalisieren“. Die Politik gehe offenbar dazu über, „jede vom gesellschaftlichen Mainstream abweichende ethische Meinung per Gesetzesbeschluss und Bußgeldandrohung zu verbieten“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Dadurch werde Homosexuellen, die heterosexuell werden wollten, jede fachliche Hilfe entzogen. „Es ist äußerst erschreckend, wie sich die Regierung in private und religiös begründete sexuelle Wertungen und Verhaltensweisen seiner Bürger einmischen will“, so Kotsch.

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