Donnerstag • 6. August
„Neoosmanisches Denken“
03. August 2020

Ex-Botschafter kritisiert türkischen Alleingang bei der Hagia Sophia

Die im 6. Jahrhundert erbaute Hagia Sophia galt einst als die bedeutendste Kirche in der orthodoxen Welt. Foto: pixabay.com
Die im 6. Jahrhundert erbaute Hagia Sophia galt einst als die bedeutendste Kirche in der orthodoxen Welt. Foto: pixabay.com

Köln (idea) – Viele Entwicklungen der vergangenen Jahre in der Türkei sind verstörend und befremdlich. Das sagte der frühere deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann (Saterland), im Interview mit dem Deutschlandfunk. Als Beispiel nannte er die Themen Menschenrechte, Pressefreiheit, das Justizwesen sowie die aggressive Rhetorik im Bereich der Außenpolitik.

Aus Sicht von Beobachtern spielten dabei ein „neoosmanisches Denken“ – der Wunsch, dass die Türkei wie das Osmanische Reich wieder eine bedeutende Ordnungsmacht in der Region wird – sowie Fragen des Machterhaltes eine Rolle. Beides habe auch bei der Umwandlung der Hagia Sophia (Istanbul) in eine Mosche...

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