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16.11.2012

Westfalen: Kirche öffnet Pfarrhaus für Homo-Partner

Bielefeld (idea) – In der Evangelischen Kirche von Westfalen ist das Zusammenleben homosexueller Partner im Pfarrhaus ab dem 1. Januar 2013 grundsätzlich möglich. Die Landessynode hat am 15. November in Bielefeld bei zwei Gegenstimmen und mehreren Enthaltungen der Übernahme des EKD-Pfarrdienstgesetzes zugestimmt. Der Paragraf 39 des Pfarrdienstgesetzes stellt das Zusammenleben homosexueller Partnerschaften im Pfarrhaus in die Zuständigkeit der Landeskirchen. Über die Frage, ob eine solche Praxis gestattet wird, werde jede Gemeinde einvernehmlich entscheiden, so der Pressesprecher der westfälischen Kirche, Andreas Duderstedt, gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Kritik: Die Kirche passt sich dem Zeitgeist an

Die „Arbeitsgemeinschaft: Bekennende Gemeinde“ mit Sitz in Steinhagen bei Bielefeld lehnt die Öffnung des Pfarrhauses für homosexuelle Partnerschaften ab. In einer Stellungnahme heißt es: „Damit hat sich die evangelische Kirche sowohl von der biblischen Grundlage als auch ihrer Bekenntnisgrundlage entfernt.“ Sie passe sich dem Zeitgeist an. Die bewusst offen gehaltene Formulierung in dem Gesetz, die „jede Form des rechtsverbindlich geordneten Zusammenlebens von mindestens zwei Menschen“ erlaube, ermögliche auch eine eventuelle Anerkennung von Lebensgemeinschaften mehrerer Personen gleichen oder verschiedenen Geschlechts.

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