06. Juni 2020

Vorpommern

Corona-Ausbruch in katholischer Gemeinde

Der Geistliche hatte am 30. Mai einen Gottesdienst in Stralsund gehalten und am Pfingstsonntag Gottesdienste in Grimmen und Demmin. Symbolbild: pixabay.com
Der Geistliche hatte am 30. Mai einen Gottesdienst in Stralsund gehalten und am Pfingstsonntag Gottesdienste in Grimmen und Demmin. Symbolbild: pixabay.com

Stralsund (idea) – In einer katholischen Kirchengemeinde in Vorpommern ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) wurden bisher acht Infektionen festgestellt. Ein Priester sei wenige Tage nach seinen Pfingstgottesdiensten positiv auf das Virus getestet worden. Aus seinem Umfeld hätten sich ein ehrenamtlicher Kirchenmitarbeiter und sechs weitere Personen infiziert.

Der Geistliche hatte am 30. Mai einen Gottesdienst in Stralsund gehalten (etwa 50 Besucher) und am Pfingstsonntag Gottesdienste in Grimmen und Demmin (jeweils rund 30 Besucher). Die Gesundheitsämter haben inzwischen etwa 120 Corona-Tests bei Personen aus dem Umfeld des Priesters durchgeführt. 350 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne.

Die betroffene Pfarrei St. Bernhard – sie hat rund 6.500 Mitglieder – hat bis zum 12. Juni alle Gottesdienste in Stralsund, Demmin und auf Rügen abgesagt. Zuvor war es im Umfeld von zwei freikirchlichen Aussiedlergemeinden in Frankfurt am Main und in Bremerhaven zu Corona-Ausbrüchen gekommen. Dabei haben sich insgesamt rund 300 Personen infiziert.