10. Februar 2019

CDL

Lebensrechtlerin fordert Hänel in Offenem Brief zum Umdenken auf

Die CDL-Landesvorsitzende Christiane Lambrecht. Screenshot CDL
Die CDL-Landesvorsitzende Christiane Lambrecht. Screenshot CDL

Murnau/Gießen (idea) – Die bayerische Landesvorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), Christiane Lambrecht (Murnau bei Garmisch-Partenkirchen), hat die Abtreibungsärztin Kristina Hänel (Gießen) in einem Offenen Brief zum Umdenken aufgefordert. „Lassen Sie uns um jedes einzelne ungeborene Menschenkind ringen. Werden Sie eine echte Lebensschützerin und Frauenschützerin“, heißt es in dem in der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ (Würzburg) veröffentlichten Schreiben. Hänel war wegen unerlaubter Werbung für Abtreibungen zu 6.000 Euro Strafe verurteilt worden. Gegen die Bestätigung durch das Landgericht Gießen hat die Ärztin Revision eingelegt. Hintergrund für den Brief war die ARD-Sendung „Anne Will“ vom 3. Februar, in der Hänel zu den Gesprächsteilnehmern gehörte. Die Talkshow trug den Titel „Recht auf Leben und Selbstbestimmung – die neue Debatte über Abtreibungen“. Die Ärztin sagte dort unter anderem, ihr Traum sei, „dass Kinder, die auf die Welt kommen gewollt sind, dass sie geliebt sind“. Lambrecht zeigte sich bestürzt darüber, dass diese beiden Faktoren „nun ein weiteres offizielles Kriterium für ein Todesurteil eines unschuldigen, ungeborenen und wehrlosen Menschenkindes“ sein sollten: „Wenn ich das zu Ende denke, dann sagen Sie dem ungeborenen Kind sinngemäß: ‚Im Namen der Liebe und eines glücklichen Lebens hilft Dir nur noch die Abtreibung – nicht zu leben ist besser für Dich, als zu leben – wir, die Stärkeren helfen Dir, indem wir Dich jetzt als Embryo töten’.“ Hänels „Traum“ sei somit „ein unmenschlicher und zynischer Alptraum“ mit tödlichen Folgen für das ungeborene Leben.

CDL: Preis für Abtreibung ist immer ein Menschenleben

Lambrecht zufolge finden in Deutschland jeden Werktag etwa 400 Abtreibungen statt. Der durchführende Mediziner könne dafür jeweils etwa 500 Euro abrechnen. Damit sei die von Hänel initiierte Streichung des Werbeverbotes für Abtreibungen „und die Erlaubnis für einen Hinweis auf der Homepage sicherlich nicht nur altruistisch“. Jede Abtreibung sei für Ärzte vielmehr „ein schnelles lukratives Geschäft“, der Preis dafür jedoch der Tod des ungeborenen Kindes sowie eine Gefährdung für die Gesundheit der Frau. „Das kam in der Runde bei Frau Will leider nicht zur Sprache und auch Sie als Ärztin haben dazu nichts gesagt, obwohl Ihnen doch die Frauen nach eigenen Worten so am Herzen liegen“, so die Lebensrechtlerin. Sie lud Hänel dazu ein, sich am Eintreten für eine „Willkommenskultur für Schwangere, für Mütter und ihre Kinder“ zu beteiligen. „Lassen Sie uns gemeinsam die Schwächsten unserer Gesellschaft schützen, uns für eine viel bessere Familienpolitik einsetzen und den Müttern im Schwangerschaftskonflikt in allen Fragen mit individuellen Lösungen und echter Hilfe beistehen.“