15. April 2019

Gemeindehilfsbund

„Einflugschneise Satans“: Wo Christen besonders verführbar sind

Der Bremer Pastor Olaf Latzel beim Kongress im GRZ Krelingen. Foto: Gemeindehilfsbund
Der Bremer Pastor Olaf Latzel beim Kongress im GRZ Krelingen. Foto: Gemeindehilfsbund

Krelingen/Zavelstein (idea) – Christen sind in den Lebensbereichen Sexualität, Geld und Kommunikation besonders anfällig für Versuchungen. Diese Ansicht vertrat der Vorsitzende des Gemeindehilfsbundes, Joachim Cochlovius (Walsrode), auf einem Kongress zum Thema „Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Bekehrung und neues Leben nach Gottes Wort“. Er fand vom 12. bis 14. April im GRZ (früher: Geistliches Rüstzentrum) Krelingen statt. An dem Treffen nahmen über 200 Besucher teil. Zu einem parallel stattfindenden Kongress mit dem gleichen Thema in Bad Teinach-Zavelstein (Nordschwarzwald) kamen ebenfalls über 200 Teilnehmer. Laut Cochlovius sind die genannten Bereiche „die drei wichtigsten Einflugschneisen Satans“. Durch die Bekehrung zu Christus würden sie grundlegend verändert: „Das neue Leben ist nicht nur ein Wunschtraum, sondern eine Realität, die im Leben von Christen sichtbar wird.“ In diesem Sinne seien Christen die wahren „Alternativen“, nämlich „Lichtträger in einer dunklen Welt“. Der Bremer Pastor Olaf Latzel rief die Teilnehmer auf, täglich von Unzucht, Ungehorsam, Feigheit und Faulheit umzukehren. Außerdem sollten sie das Evangelium von Jesus Christus kennen, darauf vertrauen und es weitergeben.

Das „schleichende Gift“ des „Wohlfühlevangeliums“

Der württembergische Pfarrer Hans-Otto Graser (Wurmberg) erklärte, die Kirche dürfe keine „Wohlfühlkirche“ sein, die ein angepasstes Evangelium verkündige und das stellvertretende Strafleiden Christi leugne. „Das Wohlfühlevangelium wirkt wie ein schleichendes Gift, das die Motivation zur Evangelisation abtötet.“ Die wahre Kirche komme nur durch das Kreuzesleiden zur Herrlichkeit und müsse das Evangelium unverfälscht und kompromisslos verkündigen. Der Evangelist und Liedermacher Lutz Scheufler (Waldenburg) sagte, Gemeinden sollten nicht Clubhäuser, sondern Rettungsstationen sein. Die Lebensrettung verlorener Menschen durch die Verkündigung des Evangeliums sei die vorrangige Aufgabe der Christen. Pfarrer Winrich Scheffbuch (Stuttgart) bezeichnete die Bekehrung als „Lebensnerv“ der Christenheit. Weil Jesus verlorene Menschen rette, müsse das Evangelium überall laut und deutlich verkündigt werden. Der 1992 von Pastor Heinrich Kemner in Krelingen gegründete Gemeindehilfsbund bietet nach eigenen Angaben im kirchlichen Lehrpluralismus seelsorgerliche Hilfe und biblisch-theologische Orientierung an. Er hat etwa 840 Mitglieder und Freunde.