07. Januar 2019

Sylke Busenbender

Eine Freikirchlerin leitet nun das Hilfswerk „Geschenke der Hoffnung“

Die Diplom-Ingenieurin Sylke Busenbender ist neue Geschäftsführerin des christlichen Werks „Geschenke der Hoffnung“. Foto: obs/Geschenke der Hoffnung e.V./Die Hoffotografen
Die Diplom-Ingenieurin Sylke Busenbender ist neue Geschäftsführerin des christlichen Werks „Geschenke der Hoffnung“. Foto: obs/Geschenke der Hoffnung e.V./Die Hoffotografen

Berlin (idea) – Eine Frau leitet ab sofort das christliche Werk „Geschenke der Hoffnung“. Am 6. Januar wurde die Diplom-Ingenieurin Sylke Busenbender in einem Segnungsgottesdienst Berlin als neue Geschäftsführerin eingeführt. Sie löst damit Bernd Gülker (65) ab, der das Amt seit Oktober 2009 innehatte. Der 65-Jährige wird nach einer Übergangszeit zum 31. März aus dem Werk ausscheiden. Wie er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, hat er an seiner Arbeit vor allem geschätzt, „Kindern in Not zu helfen und ihnen das Evangelium zu bringen“. Busenbender war seit 1993 in Führungspositionen verschiedener Unternehmen tätig. Seit 2012 gehört sie „Geschenke der Hoffnung“ als Mitglied an und wurde 2017 als ehrenamtliches Mitglied in den Vorstand berufen. Die 57-Jährige plant, den Blick stärker auf die internationale Arbeit zu richten und die Kooperation mit ausländischen Partnerorganisationen zu verstärken. Zugleich solle das Werk aber ebenso prüfen, ob und inwiefern auch Arbeitsbereiche in Deutschland hinzukommen könnten.

Neue Geschäftsführerin ist „eher charismatisch als buchstabenverliebt“

Busenbender zufolge können Unternehmen in der Wirtschaft von christlichen Werken lernen – und umgekehrt. So seien christliche Organisationen oft auf Spenden von Talent, Gebet, Zeit und Finanzen angewiesen und müssten „radikal in Beziehungen investieren, um langfristig erfolgreich zu sein“. Damit könnten sie Wirtschaftsunternehmen ein Vorbild sein. Die Geschäftsführerin ist Mitglied einer freikirchlichen Gemeinde in Berlin-Schöneberg. Zu ihrer konfessionellen Einstellung sagte sie: „Eher protestantisch als katholisch, eher reformiert als lutherisch, eher streng in der eigenen Lebensführung, eher weit bei der Einschätzung anderer, eher charismatisch als buchstabenverliebt.“ Das Hilfswerk beschäftigt derzeit laut eigenen Angaben rund 50 Mitarbeiter im deutschsprachigen Raum und arbeitet allein dort mit 9.500 registrierten Ehrenamtlichen zusammen. Das Werk erhält jährlich Geld- und Sachspenden in Höhe von etwa 29 Millionen Euro. Es ist vor allem bekannt als Träger von „Weihnachten im Schuhkarton“, der weltweit größten Geschenkaktion für Kinder in Not.