14. Mai 2019

idea-Umfrage

Bürger in Deutschland sind „Bibelmuffel“

Nur 30 Prozent der Ewachsenen in Deutschland liest in der Bibel. Symbolfoto: pixabay.com
Nur 30 Prozent der Ewachsenen in Deutschland liest in der Bibel. Symbolfoto: pixabay.com

Wetzlar/Erfurt (idea) – Mehr als zwei Drittel aller Bürger über 18 Jahren in Deutschland (70 Prozent) lesen nach eigenen Angaben nie in der Bibel. Das hat eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) ergeben. Lediglich vier Prozent der Befragten sagen, dass sie die Heilige Schrift täglich studieren. Weitere drei Prozent tun dies mehrmals wöchentlich, vier Prozent mehrmals monatlich und zwölf Prozent mehrmals jährlich, zum Beispiel zu hohen christlichen Festen. Vor allem die Menschen im weithin entkirchlichten Osten Deutschlands verzichten auf die Bibellektüre. 76 Prozent schlagen nie das Buch der Bücher auf. Im Westen Deutschlands sind es 68 Prozent.

65 Prozent der landeskirchlichen Protestanten meiden die Bibel

Bei den Kirchenmitgliedern lassen vor allem landeskirchliche Protestanten die Bibel im Regal stehen. 65 Prozent lesen nie im Wort Gottes. Bei den Katholiken liegt dieser Anteil bei 59 Prozent. Von den freikirchlichen Befragten sagen dies nur 15 Prozent. In ihren Reihen ist die Lust am Bibellesen am größten. 39 Prozent der Freikirchlicher betrachten täglich Bibeltexte, 17 Prozent tun dies mehrmals wöchentlich und 14 Prozent mehrmals im Monat.

Anteil der häufigen Bibelleser bei den Jüngsten am höchsten

Auffällig bei den Altersgruppen: 15 Prozent der 18- bis 29-Jährigen widmen sich täglich oder mehrmals wöchentlich der Bibellektüre. Zum Vergleich: Bei den 30- bis 39-Jährigen beträgt dieser Anteil zehn Prozent, bei den 40- bis 49-Jährigen vier Prozent, bei den 50- bis 59-Jährigen zwei Prozent und bei den ab 60-Jährigen vier Prozent. An der Umfrage nahmen 2.044 Personen aus ganz Deutschland teil.