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Philippinen
09. Oktober 2018

Nach Taifun „Haiyan“ wurden viele Menschen Christen

Bei dem Wirbelsturm waren über 6.000 Menschen ums Leben gekommen und 4,1 Millionen obdachlos geworden. Foto: picture-alliance/dpa
Bei dem Wirbelsturm waren über 6.000 Menschen ums Leben gekommen und 4,1 Millionen obdachlos geworden. Foto: picture-alliance/dpa

Pune (idea) – Die christliche Nothilfe nach dem Taifun „Haiyan“, der 2013 über die Philippinen hinwegfegte, hat viele Menschen so stark beeindruckt, dass sie Christen wurden und neue Gemeinden entstanden. Das berichtete der Präsident der Freien evangelischen Gemeinden auf den Philippinen, David Ramos (Manila), auf der Generalversammlung des Internationalen Bundes Freier evangelischer Gemeinden im indischen Pune. Bei dem Wirbelsturm waren über 6.000 Menschen ums Leben gekommen und 4,1 Millionen obdachlos geworden.

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Christen in Venezuela unter Druck

An dem Treffen mit 98 Delegierten aus 25 Ländern nahm auch der Präses des deutschen Bundes Freier evangelischer Gemeinden (FeG), Ansgar Hörsting (Witten), teil. Es stimme ihn froh, dass die weltweite Hilfe auch solche Folgen gezeigt habe, sagte Hörsting nach seiner Rückkehr der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Sehr angespannt sei dagegen die Lage für Christen im südamerikanischen Venezuela: „Die Gemeinde steht unter Druck.“ Das Land befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise mit einem dramatischen Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten. Es hat aktuell die weltweit höchste Inflation. Mehr als 2,3 Millionen Einwohner sind laut UN-Angaben vor der Krise auf der Flucht. Über die Auslandshilfe habe man Möglichkeiten, den Gemeinden dort direkte finanzielle Hilfe von mehreren Tausend Euro zukommen zu lassen, da Hilfspakete von der sozialistischen Regierung in dem Land abgefangen würden.

Indien: Christen erleben Freiheit und Bedrängung

Auch die Lage der Christen auf dem indischen Subkontinent beschäftigte die Teilnehmer. Hörsting zufolge können viele Christen ihren Glauben frei leben. Doch manche würden auch bedrängt und verfolgt. Hörsting: „Unter der Regierung von Premierminister Narendra Modi erhöht sich der Druck auf Christen. Seine Absicht, Indien zu einem hinduistischen Staat zu machen, belasteten die religiösen Minderheiten: „Er mischt sich sehr stark in Fragen der Religionsausübung ein.“ Fast 80 Prozent der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens sind Hindus, 14 Prozent Muslime und 2,3 Prozent Christen.

Dachverband will Zeichen der Versöhnung setzen

Auf der Konferenz wurde Hörsting für eine zweite Amtszeit als Präsident des Internationalen Bundes Freier evangelischer Gemeinden bestätigt. Wie er sagte, kann dieser „in einer Welt voller Gräben zwischen Jung und Alt, Nord und Süd, Reich und Arm sowie zwischen politischen Akteuren und weltanschaulichen Ansprüchen“, ein Zeichen der Versöhnung setzen. Der US-Amerikaner Curt Peterson (Chicago) wurde zum Generalsekretär ernannt. Er löst den Spanier Francisco Ortegas Portillo (Barcelona) nach acht Jahren im Amt ab. Der Bund Freier evangelischer Gemeinden in der Ukraine wurde als neues Mitglied aufgenommen. Somit gehören 33 Mitgliedsbünde aus 30 Ländern zu dem Dachverband mit weltweit 900.000 Mitgliedern.

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