Montag • 22. April
Köln
08. April 2019

Rabbiner wurde in öffentlichen Verkehrsmitteln beschimpft

Der Rabbiner sei unter anderem durch das Tragen einer Kippa als Jude erkennbar gewesen. Symbolbild: picture-alliance/dpa
Der Rabbiner sei unter anderem durch das Tragen einer Kippa als Jude erkennbar gewesen. Symbolbild: picture-alliance/dpa

Köln (idea) – Der Rabbiner der Synagogen-Gemeinde Köln, Yechiel Brukner, ist in öffentlichen Verkehrsmitteln wiederholt antisemitisch beschimpft worden. Das erklärte der Geschäftsführer der Gemeinde, David Klapheck, gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Es habe in den vergangenen Monaten drei Vorfälle gegeben. So sei der Geistliche in einer Straßenbahn in der Kölner Innenstadt von einem Mann angeschrien worden, er müsse tot sein. Der Mann habe mit Gesten zudem Hakenkreuze symbolisiert. Im ICE von Frankfurt am Main nach Köln sei Brukner von einem arabisch aussehenden Mann angepöbelt worden. Als er in einer U-Bahn am Kölner Hauptbahnhof einem älteren Mann Platz machen wollte, habe der zu ihm gesagt: „Das wird am Hass gegen euch nichts ändern.“ Der Rabbiner sei unter anderem durch das Tragen einer Kippa als Jude erkennbar gewesen. Er nutze wegen der Vorfälle jetzt nicht mehr die öffentlichen Verkehrsmittel, so Klapheck. Die Synagogen-Gemeinde habe ihm einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt.

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