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Großbritannien
07. August 2018

„Bahnpastoren“ senken Suizide auf Gleisen

Bei den „Bahnpastoren“ (Rail Pastors) handelt es sich um 100 Christen, die als Freiwillige auf den Bahnsteigen Menschen ansprechen, die deprimiert oder nervös aussehen. Screenshot: BBC
Bei den „Bahnpastoren“ (Rail Pastors) handelt es sich um 100 Christen, die als Freiwillige auf den Bahnsteigen Menschen ansprechen, die deprimiert oder nervös aussehen. Screenshot: BBC

London (idea) – Durch die ehrenamtliche Tätigkeit von „Bahnpastoren“ ist die Zahl der Selbstmorde auf Bahngleisen in Großbritannien seit dem Start der Arbeit im Jahr 2015 um ein Drittel gesunken. Im vergangenen Jahr waren es 237 Fälle. Das berichtete der Fernsehsender BBC (London). Bei den „Bahnpastoren“ handelt es sich um 100 Christen, die ehrenamtlich als Freiwillige auf den Bahnsteigen Menschen ansprechen, die deprimiert oder nervös aussehen. Sie wurden eigens für diese Aufgabe geschult – im Rahmen des 2003 gegründeten Projektes „Street Pastors“ (Straßenpastoren/London) und durch die Britische Transportpolizei. Manche der Angesprochenen wollten nur einfach mit jemandem reden, erläuterte eine Mitarbeiterin. Andere hätten vom Selbstmord abgehalten werden können. „Wenn Sie es schaffen, dass die Leute weiterreden, dann werden sie ermutigt und erhalten Unterstützung“, sagte der Projektmitarbeiter Simon Vaney dem Sender. Auch nach einem Freitod oder Bahnunfall seien die blaugekleideten „Bahnpastoren“ vor Ort, um Augenzeugen seelsorgerliche Hilfe anzubieten. In Deutschland gibt es diesen Arbeitszweig nicht. Hier begehen jährlich etwa 840 Menschen Suizid auf Schienen.

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