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Zwangsprostitution
14. Februar 2020

Deutschland ist Hauptdrehkreuz für Menschenhandel

In allen westlichen Gesellschaften existiere eine verbrecherische Parallelwelt, in der Tausende von jungen Frauen und Männern zur Prostitution gezwungen würden, so Schirrmacher. Symbolbild: pixabay.com
In allen westlichen Gesellschaften existiere eine verbrecherische Parallelwelt, in der Tausende von jungen Frauen und Männern zur Prostitution gezwungen würden, so Schirrmacher. Symbolbild: pixabay.com

Köln (idea) – Deutschland ist ein Hauptdrehkreuz für den modernen Menschenhandel mit Zwangsprostituierten. Das sagte der stellvertretende Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Thomas Schirrmacher (Bonn), am 10. Februar in einem Gastvortrag an der Universität Köln. Zu der Veranstaltung hatte die christliche Studentenvereinigung „Campus Connect Köln“ eingeladen.

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In allen westlichen Gesellschaften existiere eine verbrecherische Parallelwelt, in der Tausende von jungen Frauen und Männern zur Prostitution gezwungen würden, so Schirrmacher. Viele von ihnen seien mit falschen Versprechungen aus dem Ausland gelockt und in inszenierte Schuldenfallen getrieben worden. Sie würden wie Sklaven gehalten und müssten oft 20- bis 30-mal am Tag für alles bereit sein, was „Kunden“ sich wünschten.

Die Zwangsprostitution habe sich zu einer regelrechten „Industrie“ entwickelt, mit der kriminelle Organisationen schwindelerregende Summen verdienten. Die missbrauchten Frauen seien an diesen Gewinnen so gut wie nicht beteiligt. Europa sei weltweit das Zentrum dieser Machenschaften.

Weiter sagte Schirrmacher, es sei ein Widerspruch, dass fast alle Länder der Erde scharfe Gesetze gegen Vergewaltigung, Folter und Freiheitsberaubung hätten, Zwangsprostitution aber nachlässig behandelten, obwohl sie alle drei Verbrechen umfasse. Männern, die die Dienste von ausländischen Prostituierten nutzten, müsse klar sein, „dass sie sich mit großer statistischer Wahrscheinlichkeit an diesen drei Delikten beteiligen“.

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