Montag • 25. März
Statistisches Bundesamt
27. Februar 2019

2018 wurden 100.986 ungeborene Kinder abgetrieben

Über 100.000 Ungeborene wurde im Mutterleib getötet. Foto: pixabay.com
Über 100.000 Ungeborene wurde im Mutterleib getötet. Foto: pixabay.com

Wiesbaden (idea) – In Deutschland sind erneut in einem Jahr über 100.000 ungeborene Kinder abgetrieben worden. Das gab das Statistische Bundesamt (Wiesbaden) am 27. Februar bekannt. Demzufolge wurden im Vorjahr 100.986 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet. Das ist ein Minus von 0,2 Prozent im Vergleich zu 2017 (101.209). In den drei Jahren zuvor lag die Zahl der Abtreibungen jeweils bei unter 100.000: 2016 waren es 98.721 Abtreibungen, 2015 99.237 und im Jahr 2014 99.715. Im vergangenen Jahr waren 72 Prozent der Frauen bei ihrer Abtreibung zwischen 18 und 34 Jahre alt, 17 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre und acht Prozent 40 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jährigen lag bei drei Prozent. 96 Prozent der gemeldeten Abtreibungen wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Eine Beratung ist in Deutschland vor einer Abtreibung zwingend vorgeschrieben. Frauen erhalten danach einen Beratungsschein, der Voraussetzung für eine rechtswidrige, aber straffreie Abtreibung ist. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in vier Prozent der Fälle der Grund. Die Abtreibungen erfolgten überwiegend ambulant – rund 80 Prozent in gynäkologischen Praxen und 17 Prozent ambulant im Krankenhaus. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (22.062) wurden in Nordrhein-Westfalen vorgenommen, gefolgt von Bayern (11.600), Berlin (9.939), Hessen (8.538) und Baden-Württemberg (9.081). Acht Prozent der Frauen ließen die Abtreibung in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnen.

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