Freitag • 14. Dezember
Bundesverband Lebensrecht
23. November 2018

Lebensrechtler starten Internetseite gegen Werbung für Abtreibung

Die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Alexandra Maria Linder. Foto: Privat
Die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Alexandra Maria Linder. Foto: Privat

Berlin (idea) – Der Bundesverband Lebensrecht (Berlin) hat eine Internetseite „www.keine-werbung-fuer-abtreibung.de“ gestartet. Anlass sind Forderungen, den Paragrafen 219a StGB einzuschränken oder zu streichen. Das fordern SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und die FDP. CDU/CSU und AfD sind dagegen. Gemäß Paragraf 219a StGB macht sich strafbar, wer „seines Vermögensvorteils wegen (...) Dienste zur Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs (...) anbietet, ankündigt oder anpreist“. Der Bundesverband Lebensrecht will sich mit der Internetseite dafür einsetzen, dass „in einer Notlage befindliche Frauen und Kinder vor finanziellen Abtreibungsinteressen“ geschützt bleiben. Wie die Vorsitzende des Bundesverbandes, Alexandra Maria Linder (Weuspert/Sauerland), erklärte, wird in der Debatte um den Paragrafen 219a immer sichtbarer, dass dessen Gegner „die Legalisierung der Abtreibung als ‚Frauenrecht‘ und die Entmenschlichung des Kindes vor der Geburt“ anstrebten. Linder: „Ginge es denjenigen, die Werbung für Abtreibung erlauben wollen, lediglich um sachliche Informationen, hätten sie diese längst liefern können.“ Jeder habe die Möglichkeit, Internetseiten und Publikationen mit solchen Informationen zu verbreiten. Es dürfe darin nur nicht stehen, dass der Initiator der Informationen mit Abtreibungen Geld verdiene. Stattdessen forderten Abtreibungseinrichtungen, ihr „Leistungsangebot“ – als Information getarnt – bewerben zu dürfen. Der Bundesverband Lebensrecht fordert von Politikern, Ärzten und Medien „sachliche Auseinandersetzung statt Ideologie“. Frauen müssten im Schwangerschaftskonflikt intellektuell ernst genommen werden. Der Bundesverband Lebensrecht ist ein Zusammenschluss von 13 Organisationen. Er veranstaltet jedes Jahr den „Marsch für das Leben“ in Berlin. Im September beteiligten sich daran 5.500 Personen.

ANZEIGE

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.

Diese Woche lesen Sie
  • Uganda Gestrandet in Bidibidi
  • Kommentar Eine Christin führt die CDU
  • Leitung Was Führungskräfte von Jesus Christus lernen können
  • Pro & Kontra Sind Sanktionen bei Hartz IV gerecht?
  • Seligpreisung Frieden stiften
  • mehr ...
ANZEIGE